imago images / UPI Photo

Trump geht auf den Iran zu

9.5.2019 21:54 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat auf einer kurzfristig einberufenen und spontanen Pressekonferenz mitgeteilt, dass er dem Iran Gespräche angeboten habe. Ziel sei es nicht, den Iran wirtschaftlich zu zerstören, sondern nur zu erreichen, dass das Land mit dem Mullah-Regime keine Atomwaffen im Arsenal hat. Das weitere Vorgehen könne man auf der Gesprächsebene klären.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran Gespräche über das Atomprogramm angeboten. Bei einer am Donnerstag spontan einberufenen Pressekonferenz sagte Trump, dass ihn die Führung in der Islamischen Republik zwecks eines Treffens anrufen solle. Die USA und der Iran könnten zu einer fairen Vereinbarung kommen. Man wolle nur nicht, dass der Iran über Nuklearwaffen verfüge. Das sei nicht zuviel verlangt. Die USA könnten den Iran dabei unterstützen, sich wirtschaftlich zu erholen. Die USA seien für Gespräche offen. Eine Militäraktion könne er jedoch angesichts der Spannungen zwischen den beiden Ländern nicht ausschließen.

Auf die Frage, warum die US-Regierung den Flugzeugträger USS Abraham Lincoln und eine Bomberstaffel in den Nahen Osten verlegt habe, sagte Trump: "Wir haben Informationen, die Sie nicht wissen wollen." Es habe Drohungen gegeben. Derzeit spitzt sich der Konflikt der USA mit dem Iran zu. Trump hat am Mittwoch neue Sanktionen gegen das Land verhängt. Der Iran hatte zuvor genau ein Jahr nach der einseitigen Aufkündigung des Atom-Abkommens durch Trump einige Verpflichtungen aus der Vereinbarung von 2015 ausgesetzt.

(ce/Reuters)