imago images / Depo Photos

Trump entlastet Türkei bei Sonderzöllen

17.5.2019 9:08 Uhr

Ist das ein Schritt, um die Türkei wieder mehr an sich zu binden? US-Präsident Trump hat die Sonderzölle auf Stahlimporte für die Türkei von 50 Prozent auf 25 Prozent gesenkt. Die Sonderzölle hatte Trump 2018 verhängt, als die diplomatischen Beziehungen mit der Türkei besonders gespannt waren.

US-Präsident Donald Trump hat Stahl-Importe vom Nato-Verbündeten Türkei von einem Teil der 2018 erlassenen Strafzölle entbunden. Die Türkei war mit einem Sonderzoll von 50 Prozent härter als die meisten anderen Länder getroffen werden. Vom 21. Mai an werde der Zoll auf 25 Prozent zurückgefahren, heißt es in einer Proklamation Trumps, die am Donnerstag bekannt wurde. Am Freitag oder Samstag wird auch eine Äußerung Trumps zu möglichen Zöllen auf Autoeinfuhren, unter anderem aus der EU erwartet.

Türkei verliert dafür andere Handelsprivilegien

Die Türkei verliert Privilegien im Handel mit den USA. Die Änderungen treten am Freitag in Kraft. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Türkei sei es angemessen, dem Land die bisherigen Ausnahmen nicht mehr zu gewähren, hieß es zur Begründung. Im Rahmen eines präferenziellen Handelsabkommens waren einige türkische Güter von Zöllen befreit.

Bereits Anfang März hatten die USA gesagt, dass der Nato-Partner nicht mehr berechtigt sei, Vergünstigungen zu erhalten. Die USA hatten mit der Überprüfung im vergangenen August begonnen, als es zu Spannungen zwischen den beiden Ländern kam. Währenddessen hatten die USA die Abgaben auf türkischen Stahl und Aluminium verdoppelt, um die Freilassung des dort festgehaltenen US-Pastors Andrew Brunson zu erwirken. Brunson kam im Oktober frei.

(be/dpa/Reuters)