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Trotz saisonaler Arbeitslosigkeit - positiver Rekord bei Arbeitslosigkeit

4.1.2019 10:29 Uhr

Auch wenn die Arbeitslosenzahlen im Dezember im Vergleich zum November aus saisonalen Gründen leicht angestiegen sind, wird es ein positives Rekordjahr für Deutschland. Auf dem Arbeitsmarkt werden die niedrigsten Monatswerte bei den Arbeitslosen seit 1991 gefahren. 2,21 Millionen Menschen waren im Dezember deutschlandweit ohne Beschäftigung.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Dezember auf den niedrigsten Monatswert seit 1991 gefallen. So waren in letzten Monat des Jahres 2018 rund 2,210 Millionen Menschen ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Freitag in Nürnberg mitteilte.

Im Vergleich zum Vormonat waren das vor allem witterungsbedingt rund 23 000 Jobsucher mehr als im November. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der Erwerbslosen hingegen um 175 000 zurück. Die Arbeitslosenquote nahm zwischen November und Dezember um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent zu.

Positive Rekordzahlen - nie weniger Arbeitslose seit der Wiedervereinigung

Im Gesamtjahr 2018 waren im Schnitt 2,340 Millionen Menschen ohne Job - und damit so wenige wie seit der deutschen Wiedervereinigung nicht mehr. Die Zahl der Jobsucher ging im Vergleich zum Vorjahr um 193 000 zurück. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote sank um 0,5 Punkte auf 5,2 Prozent, wie die BA weiter mitteilte.

Den Anstieg der Arbeitslosenzahl im Dezember führte die Bundesagentur allein auf den Winter zurück. BA-Vorstandschef Detlef Scheele sprach von einer sehr guten Entwicklung: "Dies ist auch der positiven konjunkturellen Entwicklung geschuldet", sagte er. "Erfreulich sind besonders der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit und die Fortschritte bei der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen."

Saisonbereinigt sank die Zahl der Jobsucher. Die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl lag im Dezember bei 2,261 Millionen. Damit waren rund 14 000 Männer und Frauen weniger ohne Job als im November - im Westen sank die Zahl um 9000, im Osten um gut 5000.

Die Zahl der Erwerbstätigen lag nach Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes im November bei 45,22 Millionen - 34 000 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 483 000 Erwerbstätige mehr.

Der Anstieg gehe überwiegend auf mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zurück, hieß es von der Bundesagentur. Diese hat laut Berechnungen der BA von September auf Oktober saisonbereinigt um 68 000 zugenommen. Damit hatten 33,47 Millionen Menschen in Deutschland zuletzt einen regulären Job - 696 000 mehr als ein Jahr zuvor.

(ce/dpa)