epa/Patrick Seeger

Trotz Brexit kein Rückschlag der europäischen Sicherheitspolitik

28.12.2019 16:12 Uhr

Nach Ansicht der neuen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen wird sich der Brexit negativ auf die europäische Außen- und Sicherheitspolitik auswirken. "Anders als auf anderen Feldern hatten die Briten sich in der gemeinsamen Sicherheitspolitik sehr zurückgehalten und manchen Fortschritt innerhalb der EU blockiert", sagte von der Leyen dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel".

Die EU-Initiativen zur Stärkung der europäischen Verteidigungskooperation hätten deshalb überhaupt erst nach dem Brexit-Referendum beginnen können.

London will keine neue Frist

Von der Leyen nannte es herausfordernd, bereits bis Ende 2020 über die künftigen Beziehungen der EU zu Großbritannien verhandelt zu haben. Eine Verlängerung der Frist schließt London aus. "Das macht mir großen Sorgen, denn die Zeit ist extrem kurz für die Masse der Fragen, die verhandelt werden müssen", sagte von der Leyen. Sie verwies darauf, dass es nicht nur um die Handelspolitik gehe, sondern etwa um Sicherheitsfragen oder Fischereirechte.

Deshalb wolle sie bei den Verhandlungen jene Aspekte in den Vordergrund stellen, bei denen ohne Abkommen der größte Schaden drohe.

(an/dpa)

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