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Treffen zwischen Aserbaidschan und Armenien?

22.1.2019 22:03 Uhr

Normalerweise wollten sich die beiden Regierungschefs von Armenien und Aserbaidschan treffen. Nun hat Armeniens Regierungschef gefordert, dass ihm Aserbaidschan bei dem Konflikt am den Berg Karabach entgegen kommt.

"Es ist nicht möglich, diesen Konflikt zu lösen, ohne das Recht des berg-karabachischen Volkes auf Selbstbestimmung anzuerkennen", sagte Paschinjan am Dienstag in Davos der Deutschen Presse-Agentur. Er wollte sich am Rande der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) zum insgesamt dritten Mal mit dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev treffen.

"Wir sind gewillt, den Berg-Karabach-Konflikt ausschließlich auf friedlichem Wege zu lösen", sagte Paschinjan. "Und wir hoffen, dass Aserbaidschan ebenfalls diesen Weg der Konfliktlösung ankündigen und annehmen wird."

Nachbarländer sind verfeindet

Die Nachbarländer sind wegen des Konflikts verfeindet, immer wieder kommt es zu Kämpfen zwischen proarmenischen und aserbaidschanischen Truppen. Zuletzt waren dabei 2016 mehr als 120 Menschen getötet worden.

Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, wird aber seit dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion von proarmenischen Kräften kontrolliert. Einheiten der international nicht anerkannten Republik Berg-Karabach halten zudem angrenzende aserbaidschanische Gebiete völkerrechtswidrig besetzt. Experten warnen, die Kämpfe könnten jederzeit wieder eskalieren.

Aserbaidschans Präsident Ilham Aliyev (links) und Armeniens Nikol Pashinyan (rechts). Anm. d. Red.

(an/dpa)