epa/Miguel Gutierrez

Treffen mit Maduro und Guaido in Caracas

21.6.2019 19:33 Uhr

Michelle Bachelet, die UN-Kommissarin für Menschenrechte hat Kontakt zu den beiden Rivalen im Machtkampf in Venezuela aufgenommen. Am Freitag traf sie zunächst mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó zusammen. Zahlreiche Länder haben ihn bereits anerkannt, in Venezuela konnte er allerdings bislang keinen Machtwechsel erzwingen.

Später am Freitag wollte Bachelet auch den amtierenden Präsidenten Nicolás Maduro treffen. Seine sozialistische Regierung wirft der Opposition vor, mit Hilfe der USA einen Staatsstreich zu planen. "Wir haben hohe Erwartungen", sagte Maduro vor dem Gespräch. Menschenrechtsorganisationen machen die staatlichen Sicherheitskräfte und regierungstreue Schlägertrupps für Morde, Folter und willkürliche Verhaftungen verantwortlich.

Machtkampf in Venezuela

Seit Monaten liefern sich Maduro und Guaidó einen erbitterten Machtkampf. Zahlreiche Oppositionelle sitzen in Haft, immer wieder geht die Polizei hart gegen Demonstranten vor. Außerdem leidet das einst reiche Land unter einer schweren Versorgungskrise. Aufgrund von Devisenmangel können kaum noch Lebensmittel, Medikamente und Dinge des täglichen Bedarfs eingeführt werden. Millionen Venezolaner sind bereits ins Ausland geflohen.

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