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Treffen mit libyschem Regierungschef

8.5.2019 7:17 Uhr

Fajis al-Sarradsch ist der Chef der international anerkannten Regierung in Libyen. Nun traf er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem Meinungsaustausch. Mit dem Besuch dürfte Merkel auch unterstreichen, welche Partei sie in dem Konflikt in Libyen als wichtigen Gesprächspartner sieht.

Für eine politische Lösung der Krise will sich Merkel in der EU intensiv für eine einheitliche Haltung einsetzen.

Hafatrs Offensive

Deutschland habe nach der damaligen Enthaltung als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat Mitverantwortung für die derzeitige Lage in Libyen, erläuterte die Kanzlerin jüngst während ihrer Afrikareise. Sie werde ihren Beitrag dazu leisten, dass etwa Frankreich und Italien zu einer einheitlichen Haltung fänden und Europa nicht mehr mit zwei verschiedenen Positionen auftrete. Merkel betonte damals zugleich, für ein Ende der Krise werde auch ein Beitrag der Afrikanischen Union (AU) notwendig sein.

In Libyen hatten Truppen des Generals Chalifa Haftar kürzlich eine Offensive auf Tripolis begonnen, wo die international anerkannte Regierung von Fajis al-Sarradsch ihren Sitz hat. Unterstützt wird Haftar von Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Saudi-Arabien, Russland und auch Frankreich

(an/dpa)