epa/Grigori Licovski

Tränengas an griechisch-türkischer Grenze

28.2.2020 16:25 Uhr

Am Freitag hat Griechenland den Grenzübergang zur Türkei bei Kastanies/Pazarkule geschlossen. Migranten, die aufgrund von Gerüchten zur Grenze kamen, um in die EU zu gelangen, waren sichtlich erbost, nicht passieren zu dürfen. Darum setzten die griechischen Sicherheitskräfte Pfefferspray und Tränengas ein. Dies berichtete das griechische Staatsfernsehen (ERT). Zuvor hatten sich nach Gerüchten über eine Öffnung der türkischen Grenzen für Flüchtlinge in Richtung Europa Hunderte Migranten an diesem Übergang am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros (türkisch: Meric) versammelt.

Wie lange die Schließung dauern werde, sei unklar, berichtete das Staatsfernsehen Griechenlands. Reporter vor Ort berichteten, auf der griechischen Seite habe die Regierung in Athen zahlreiche Polizisten und Grenzschutzbeamte sowie Soldaten zusammengezogen. Als einige Migranten über die Grenze zu kommen versuchten, setzte die Polizei Pfefferspray und Tränengas ein, wie das Staatsfernsehen berichtete.

Griechenland hat Merkel informiert

Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte zuvor Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonisch über das Vorgehen an der Grenze zur Türkei informiert. Dies teilte das Büro des Regierungschefs in Athen mit. Einzelheiten wurden nicht bekannt.

(an/dpa)

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