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Trabzonspor siegt zuhause gegen Fenerbahce

3.3.2020 21:15 Uhr, von Chris Ehrhardt

Mit großer Spannung wurde das Hinspiel im Halbfinale des türkischen Pokals erwartet. Im Treffen der Giganten standen sich Trabzonspor und Fenerbahce Istanbul gegenüber. Trabzon ging gegen die Kanarienvögel favorisiert ins Rennen und siegte vor heimischem Publikum mit 2:1. Das ist in Kadiköy beim Rückspiel am 21. April ein gefährliches Ergebnis, denn ein "dreckiges 1:0" reicht den Kanarien für den Einzug ins Finale.

An die erste Halbzeit hätte man getrost unerwähnt einen Haken machen können, wenn sich nicht der Franzose Simo Falette bei einem Luftkampf mit dem Argentinier Jose Ernesto Sosa, einem ehemaligen Spieler vom FC Bayern München, schwer verletzt hätte. Die Verletzung war so schwerwiegend, dass Falette zur Sicherheit sofort in Krankenhaus gefahren wurde. Beide Teams zeigten ansonsten in der ersten Hälfte erschreckend wenig und auch Max Kruse ging in diesem Match nahezu unter. Da konnte man dann nur noch auf bessere zweite 45 Minuten hoffen.

Muriqi lässt Fenerbahce aufs Finale hoffen

Und die zweite Halbzeit startete dann auch sofort mit einem Paukenschlag. Dabei half die Abwehr von Fenerbahce allerdings tatkräftig mit. Tolga Cigerci, der einst für die Hertha und Wolfsburg die Fußballschuhe schnürte und der Ex-Bayernspieler Luiz Gustavo waren sich in der Abwehr uneins und das nutzt Alexander Sörloth – wer auch sonst. Der Haaland von Trabzonspor. In der 46. Minute nutzte er die Irritationen hinter aus und nagelte das Runde herzhaft ins Eckige – 1:0. In der 52. Minute wollte der Trabzon-Anhang erneut jubeln, denn der Nigerianer Anthony Nwakaeme schibbelte die Kugel ins Netz – stand aber bei der Aktion rund einen Meter im Abseits. Damit blieb dem Tor berechtigt die Anerkennung verwehrt. Trotzdem schepperte es erneut im Fener-Kasten. In der 66. Minute spielte der Ghanaer Caleb Ekuban die Kanarienvögel über die rechte Seite kommend schwindelig, passte gediegen nach innen und da kam aus dem Hintergrund der Tscheche Filip Novak angerauscht, der wie zuvor schon Sörloth nicht lange fackelte – 2:0.


Nach dem Treffer wurde dann Fenerbahce einigermaßen wach und mühte sich, nach vorne etwas auf die Reihe zu bringen. Erce Kardesler durfte sich dann doch noch auszeichnen und konnte zeigen, wieso er im Pokal das Tor von Trabzonspor hüten darf. Doch am Ende musste auch er dann doch noch hinter sich greifen. Mehmet Ekici, ehemals Werder Bremen, zirkelte die Kugel wunderbar in die Box und da stand dann der Kosovo-Albaner Vedat Muriqi goldrichtig, um die Kugel mit dem Kopf in die Maschen zu jagen – 2:1. Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff. Das Ergebnis sollte eigentlich für ein tolles Rückspiel Ende April sorgen, denn es eröffnet beiden Mannschaften Chancen darauf, das Finale zu erreichen. Fenerbahce würde schon ein "dreckiges 1:0" reichen, das man über die Zeit schaukelt. Sicher ist hier also noch gar nichts und das Tor von Muriqi hält die Kanarienvögel im Game.


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