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Trabzonspor siegt sich gegen Rizespor an die Spitze

29.2.2020 21:32 Uhr, von Chris Ehrhardt

Jedes Derby hat seinen eigenen Charakter. Das gilt auch für das Schwarzmeer-Derby, das in der türkischen Süper Lig am 24. Spieltag stattfand und bei dem Trabzonspor auf Rizespor traf. Für Trabzon ging es dabei um die Tabellenführung und die hat man sich nach einem Rückstand dennoch geholt. Mit 5:2 war es am Ende sogar eine klare Sache.

In der ersten Hälfte sah es nicht wirklich rosig für die Heimmannschaft aus. Rizespor war aggressiver, arbeitete weit besser gegen Ball und Gegner und so war es dann auch kein Wunder, dass Trabzon immer wieder ins Schwimmen geriet. Und das zahlte sich sogar in der 36. Spielminute für die Gäste aus. Yan Medeiros Sasse hatte das feine Auge für Milan Skoda und der steckte perfekt zu Dari Melnjak durch – bopp, drin war der Fisch und es stand 0:1. Das Tor rüttelte Trabzonspor wach und man mühte sich, endlich im Spiel anzukommen. Doch an Zählbarem für die Hausherren gab es zunächst nichts und so ging es mit dem knappen Rückstand in die Kabinen.


Zu Beginn der zweiten Hälfte tat sich auch noch nicht sonderlich viel, aber mit dem 1:1 Ausgleich in der 65. Minute, den Manuel da Costa nach einer Ecke einstielte, lief es dann rund. In der 71. Minute war es wieder Jose Sosa, der mit dem FC Bayern München zweimalig Deutscher Meister und DFB-Pokalsieger wurde, und er spielte den ruhenden Ball, der den Ghanaer Caleb Ekuban fand und der machte die Führung sicher rein – 2:1. Das war ein Wirkungstreffer für Rizespor, das nun förmlich zerfiel. Anthony Nwakaeme war mal wieder nur durch Fouls zu stoppen und so gab es in der 77. Minute einen Elfer. Jose Sosa lässt so eine Chance nicht liegen – 3:1. In der 86. Minute machte Nwakaeme dann selbst das 4:1 und damit war klar, die Messe in Trabzon war gelesen und die Tiger Tabellenführer. Referee Abdülkadir Bitigen hatte aber so einen großen Spaß am Spiel, dass es einmal mehr in der Süper Lig eine Monster-Nachspielzeit gab. Damit die nicht so langweilig würde, gab es einen Elfer für Rizespor, den der Tscheche Milan Skoda (keine billigen Autowitze bitte) versenkte – 4:2 in der sechsten Minute der Nachspielzeit. Doch auch Trabzonspor durfte noch einmal jubeln, denn der Senegalese Badou Ndiaye setzte den Schlusspunkt zum 5:2 in der achten Minute der Overtime. Danach war dann auch Schluss und Trabzon muss warten, wie am Montag Basaksehir gegen Gazisehir Gaziantep aus den Puschen kommt.

Im frühen Spiel am Samstag trennten sich übrigens Konyaspor und Kasimpasa mit einem extrem langweiligen 0:0.

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