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Trabzonspor holt sich bei Malatyaspor die Tabellenführung

11.3.2020 20:49 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Vorzeichen vor dem Nachholspiel zwischen Yeni Malatyaspor und Trabzonspor – das Spiel war wegen des schlimmen Erdbebens abgesagt und verschoben worden – waren klar. Trabzon musste auf Sieg spielen, denn damit wäre den Bordeaux-Blauen die Tabellenführung in der türkischen Süper Lig sicher. Und so spielten die Gäste von der Schwarzmeerküste auch: Engagiert, zielstrebig und klar auf Sieg ausgerichtet. Das hat am Ende gereicht und es wurde ein klarer 3:1-Auswärtssieg eingefahren. Damit haben die Tiger von der Schwarzmeerküste die Eulen aus Istanbul von Basaksehir von der Spitze verscheucht.

Trabzonspor trat von Anbeginn an engagiert und zielstrebig in Malatya an. So muss ein Team spielen, das die Chance auf die Tabellenführung in der Süper Lig hat. Und das zahlte sich entsprechend schnell auch aus. Bereits in der 10. Spielminute klingelte es im Kasten der Gastgeber. Der ehemalige Bayern-Spieler Jose Sosa sah Filip Novak und servierte ihm maßgenau die Pille auf das Köpfchen – bam, 0:1. Doch man merkte schnell, damit waren die Gäste längst nicht satt. Im Gegenteil. Es wurde weiter Druck gemacht und das zahlte sich in der 30. Minute erneut aus. Diesmal war es Jose Sosa selbst, der das Runde im Eckigen unterbrachte und zwar mit einem feinen Freistoß – alter Bayern-Schule, 0:2. Natürlich hätte es so nach dem Geschmack Bordeaux-Blauen weitergehen können, aber kurz vor dem Halbzeitpfiff in der 44. Minute gab der Altmeister Umut Bulut den Spielverderber und schoss zum Anschlusstreffer ein – 1:2. Damit ging es in die Pause und das sicherlich mit einigem Frust bei Trabzon, denn der Norweger Alexander Sörloth musste in der 40. Minute ausgetauscht werden – eigentlich der Torgarant bei Trabzonspor.

Nach dem Wechsel drückte Trabzonspor jedoch weiter aufs Gaspedal und zeigte, den Schock der Auswechselung und auch des Gegentors hatte man gut verdaut. Caleb Ekuban wurde zum ständigen Gefahrenherd und er war es auch, der in der 55. Minute die Entscheidung einläutete. Er hatte das gute Auge für den anderen Goalgetter: Anthony Nwakaeme. Und der nahm die Vorarbeit auf und schloss beherzt ab – 1:3. Danach merkte man Malatya an, dass man zwar bemüht war, aber das eröffnete den Tigern auch Chancen, die man aber nicht nutzen konnte. Als Malatyaspor wieder besser ins Match kam, spielten die Gäste das Ding aber clever runter und ließen sich den Sieg sowie die Tabellenführung nicht mehr nehmen. Nun liegt es an Trabzonspor, diese Führung zu verteidigen und nicht wieder sinnlos Punkte zu lassen.

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