DHA

Trabzonspor holt drei Punkte in der Hauptstadt gegen Ankaragücü

27.11.2020 20:18 Uhr

Zum Auftakt des zehnten Spieltags in der Süper Lig war Trabzonspor zu Gast beim Tabellenletzten MKE Ankaragücü. Auf dem Papier trotz Auswärtsspiel eigentlich eine klare Sache für den Gast von der Schwarzmeerküste. Am Ende unterlag Ankaragücü zwar tatsächlich 0:1 gegen Trabzonspor, aber das Spiel war über weite Strecken sehr eng und von echter Überlegenheit der Gäste war in der türkischen Hauptstadt wenig zu sehen.

Trabzonspor war in Ankara gegen Tabellenschlusslicht zweifelsfrei das spielerisch bessere Team. Doch davon war zuerst auf der Anzeigetafel nichts zu sehen und auch auf dem Platz tat man sich gegen defensiv ausgerichtete Hauptstädter sehr schwer. So schleppte sich das Spiel in der ersten Hälfte dahin und der türkische Pokalsieger konnte nicht genug an Druck hinter seine Angriffe bringen. Ankara verteidigte clever, stand dicht und es war schnell klar, hier würde es wohl eine Einzelaktion für den Torjubel brauchen. Und die kam in der Nachspielzeit. Freistoß für Trabzonspor aus aussichtsreicher Position. Drei Spieler standen in Ballnähe, aber Lewis Baker (45.+1 Minute) war es, der sich ein Herz fasst. Wie an der Schnur gezogen schlug das Spielgerät unhaltbar für Keeper Ricardo Friedrich aus Brasilien in die Maschen – 0:1. Es war ein echtes Sensationstor. Wunderbar eingeschweißt von Baker. Damit ging es in die Pause.


In der zweiten Hälfte mühte sich Trabzonspor weiter, spielte aber oft zu ungenau, zu umständlich, zu langsam. Damit war der dicht gestaffelten Hintermannschaft von Ankaragücü nicht beizukommen. Hin und wieder gab es Entlastungsangriffe des Kellerkindes der Süper Lig, aber auch die waren eher halbherzig vorgetragen. In der Schlussphase gab es dann Aufregung, als Trabzon plötzlich mit einem Mann weniger auf dem Feld stand. Joao Pereira kassierte in der 90. Minute den gelben Karton und das war die zweite Gelbe, die ihn unter die Dusche schickte. Trabzon überstand die fünf Minuten Nachspielzeit in Unterzahl aber unbeschadet und gewinnt langsam wieder etwas mehr Anschluss ans obere Tabellendrittel.


(ce)

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