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Trabzonspor geht zuhause gegen Alanyspor unter

17.2.2019 15:57 Uhr, von Chris Ehrhardt

Trabzonspor gegen Alanyaspor – der Fünfte der Süper Lig gegen den Tabellenelften. Für Trabzon bestand die Chance, dass man bei einem Sieg an Malatyaspor vorbei auf den vierten Platz vorrücken könnte. Hätte, wäre, könnte - nach einem verschossenen Elfmeter fiel Trabzon förmlich auseinander und lud Alanya zum Toreschießen ein.



Trabzonspor übernahm mit dem Anpfiff die Initiative vor heimischem Publikum. Es war viel Bewegung im Spiel der Tiger, aber das war es dann auch schon. Fast 70 Prozent Ballbesitz in den ersten 20 Spielminuten konnten nicht in Zählbares auf dem Platz umgemünzt werden. Torszenen war rar gesät und echte Chancen gab es nicht. So zog sich das Spiel dann auch weiter fort. Es war nicht schlecht, aber von den fünf Schussversuchen, die Trabzon bis zur 38. Minute produzierte, ging gerade ein Versuch aufs Tor. Das ist dürftig, was die Abschlussquote angeht. Noch trüber sah es bei Alanyaspor aus, die nicht eine einzige Schusschance kreierten.

Beide Coaches, Ünal Karaman für Trabzonspor und Sergen Yalcin für Anlanyaspor, konnten in Bezug auf die Effizienz und das Herausspielen von Chancen alles, nur ganz sicher nicht zufrieden mit ihren Teams sein. So war es dann auch kein Wunder, dass es mit einem mageren und torlosen Remis in die Pause ging.

Würde die zweite Hälfte mehr Torraumszenen bringen?

Was tut man, wenn so gar keine rechte Stimmung auf dem Platz aufkommen will? Man pfeift Elfmeter. So geschehen in Trabzon direkt nach Wiederanpfiff. Was war geschehen? Ekuban marschierte in die Box von Alanya, zog durch und fiel. Wer hatte ihn gefoult? Welinton Souza soll der Übeltäter gewesen sein. Hugo Rodallega trat zum Elfer an, nagelte das Dingen an die Querlatte und anstatt einem Mitspieler den Nachschuss zu überlassen, schob er selbst den Ball über die Linie. Das zählte natürlich nicht, wie jemand dem Kolumbianer hätte erklären sollen. Und wenn du selbst die Bude nicht machst, droht stets Gefahr, dass der Gegner die Pille versenkt. So auch hier in Trabzon. Nur zwei Minuten nach dem vergebenen Elfer, also in der 61. Minute, marschierte Djalma durch. Mit gutem Auge sah er Papiss Cisse und der ließ sich aus geringer Entfernung nicht mehrfach bitten. Ganz einfach schob er die Kugel humorlos in Netz der schockierten Trabzon-Spieler - 0:1.

Trabzonspor war nun erst einmal völligst von der Rolle. Statt der 1:0-Führung stand da plötzlich 0:1 auf der Anzeigetafel. Und Alanyaspor machte schon vor der eigenen Führung nicht unbedingt den Eindruck, als würden die Gäste hier aus dem Spielverlauf Tore zulassen. Trabzonspor war beim Ballbesitz immer noch ganz weit vorne, doch was bringt der Ballbesitz, wenn man ihn nicht in zwingende Aktionen ummünzen kann? Und wenn gar nichts laufen will, dann kommt es eben irgendwann knüppeldick. 68. Minute in Trabzon. Eckball für Alanyaspor. Die Hintermannschaft von Trabzon schlief den Schlaf der Gerechten, der Ball wurde zur Flipperkugel und landete wieder bei Cisse. Der konnte das Lachen nicht lassen und schob wieder auf kürzester Distanz ein - 0:2 und damit sollte das Thema durch sein.


Würde Trabzon zuhause gegen Alanya richtig untergehen?

So schlimm es in der ersten Hälfte aussah, was die Schussfrequenz aufs Tor bei Alanya angeht, so effizient zeigten sie sich in der zweiten Hälfte. Trabzon machte ihnen das Torscheißen aber auch nicht sonderlich schwer, muss man ehrlich sagen. Bei jedem Angriff von Alanya hatte man das Gefühl, nun schnackelt es wieder. Trabzon ließ sich hinten auskontern wie eine Schülermannschaft - wobei man hiermit den engagierten Schülermannschaften sogar noch Unrecht tut. Wer nun auf das große Anrennen von Trabzonspor wartete, der sah sich enttäuscht. Denn es war immer wieder Alanyaspor, das bei Kontern extrem gefährlich wurde. So plätscherte das Spiel dahin und am Ende konnte Alanya drei Punkte aus Trabzon mitnehmen.

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