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Touristenfallen - Diese Maschen sollten Sie kennen

6.9.2019 15:10 Uhr

Die meisten Istanbuler sind sehr gastfreundlich und möchten, dass sich Besucher in ihrer Stadt wohlfühlen. Doch, wie in jeder anderen vielbesuchten Großstadt, gibt es auch in Istanbul Menschen, die andere Absichten haben.

Taschendiebe, ein Taxi auf Umwegen und den Euromünzen-Tausch-Trick kennt man vielleicht schon von anderen populären Reisezielen. Im Vergleich sind die Touristenfallen in Istanbul allerdings überschaubar. Im Folgenden erfahren Sie, wann Sie vorsichtig sein sollten.

Restaurants ohne Speisekarte

In den meisten großen Restaurants wird Gästen eine Speisekarte gereicht. In kleineren Lokalen erwarten Gäste nicht immer eine Karte, sondern lassen sich, hungrig und erschöpft vom Fußmarsch, gern die Empfehlung des Hauses bringen. Die dann servierten Speisen sind meist nicht so schmackhaft und exquisit wie angekündigt, dafür aber richtig teuer. Diese Masche kann auch bei Vorhandensein einer Speisekarte abgezogen werden. Lassen Sie sich also immer die Speisekarte mit den Preisen reichen und bestellen Sie ein Gericht davon. Falls es keine Karte gibt, klären Sie die Preise für Essen und Getränke vor der Bestellung.

Appetizer in Restaurants

Einige Restaurants locken Touristen mit Freigetränken an ihre Tische. Wein und Wasser werden gebracht, dazu Brot. Die bestellte Speise, wiederum die Empfehlung des Hauses, fällt nachher viel teurer als erwartet aus – und die vermeintlich freien Getränke werden neben dem Brot auch abgerechnet. In anderen Lokalen ist es die Masche, den Gästen vor der bestellten Hauptspeise Snacks an den Tisch zu bringen: Oliven, Nüsse, Brot. All diese Dinge stehen nachher mit auf der Rechnung. Essen (und berühren) Sie also nur, was Sie bestellt haben, lassen Sie sich nicht auf Freigetränke ein und schauen Sie vor der Bestellung nach den Preisen.

Auf ein Bier!

Diese Touristenfalle zielt insbesondere auf allein reisende Männer ab. Die Gegend rund um den Taksimplatz ist dafür bekannt. Ein junger Mann bittet höflich um Feuer. Mit oder ohne Feuerzeug entspinnt sich ein lockeres Gespräch, das so gar kein Ende nehmen will und einen gemütlicheren Rahmen verlangt. Der junge Mann schlägt vor, auf ein Bier in eine Kneipe zu gehen. Aus einem Bier werden schnell mehr, oftmals kommen Frauen hinzu, die ebenfalls Getränke bestellen. Die Rechnung, die dem Touristen am Ende gebracht wird, ist utopisch hoch. Fazit: Es spricht nichts dagegen, auf ein Bier in eine Kneipe zu gehen. Suchen Sie die Kneipe aber selbst aus.

Die verlorene Schuhputzbürste

Mobile Schuhputzer gibt es bei nahezu allen Sehenswürdigkeiten von Istanbul. Manche verlieren öfter mal unbemerkt die Schuhputzbürste. Der aufmerksame und höfliche Tourist hebt sie auf und bringt sie dem Schuhputzer, der zum Dank anbietet, die Schuhe zu putzen. Anschließend wird der Tourist dreist zur Kasse gebeten. Ignorieren Sie die verlorene Schuhputzbürste also ohne schlechtes Gewissen. Falls Sie auf die Masche hereinfallen, bezahlen Sie einfach nicht und entfernen sich zügig.

(jk)

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