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Tourismusbeauftragter Bareiß sieht Chancen für Sommerurlaub in der Türkei

4.6.2020 14:22 Uhr

Viele Urlauber sitzen nach der Ankündigung der Aufhebung der Reisewarnungen für 29 EU-Staaten auf heißen Kohlen und gepackten Koffern, ob denn auch die Warnung für die Türkei – das drittliebste Reiseziel der Deutschen – aufgehoben wird.

Ein Hoffnungsschimmer kommt nun durch den Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU). Der sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Wir setzen uns dafür ein, Reisewarnungen auch für Drittstaaten in den nächsten Wochen Schritt für Schritt zurücknehmen zu können. Wenn die Infektionszahlen niedrig sind und es hohe Sicherheitsstandards und Schutzvorkehrungen gibt, sehe ich keinen Grund dafür, eine Reisewarnung aufrechtzuerhalten."

Dafür sei man auch mit der Türkei im regen Austausch: "Unter den genannten Voraussetzungen sollte es möglich werden, dass deutsche Urlauber in diesem Sommer Urlaub in der Türkei machen können." Zu den Voraussetzungen gehöre unter anderem, dass es entsprechende Flugverbindungen gäbe.

Turkish Airlines hat Flüge angekündigt

Die teilstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines hatte in dieser Woche bereits angekündigt, unter anderem Flüge von und nach Deutschland ab dem 18. Juni wiederaufnehmen zu wollen. Dafür wurden sowohl durch die Fluggesellschaften an Bord als auch an den türkischen Flughäfen eine Reihe von Maßnahmen implementiert, die ein sichereres Reisen möglich machen sollen. Dazu gehören unter anderem eine Maskenpflicht am Flughafen und an Bord des Flugzeugs sowie gründliche Desinfektionsarbeiten nach jedem Flug.

Weltweite Reisewarnung seit dem 17. März

Die deutsche Regierung hatte in einem einzigartigen Schritt am 17. März im Zuge der sich rasant verbreitenden Coronavirus-Pandemie eine weltweite Reisewarnung ausgesprochen. Die soll nun ab dem 15. Juni für 29 EU-Staaten, Großbritannien und Schengen-assoziierte Staaten aufgehoben und durch Reisehinweise ersetzt werden. Die Hinweise sollen tagesaktuell und landesspezifisch gehalten werden. Spanien und Norwegen bleiben vorerst von der Aufhebung ausgeklammert.

Entscheidung der EU-Kommission wird abgewartet

Momentan ist noch nicht entschieden, wie mit den Reisewarnungen für Drittstaaten wie die Türkei umgegangen werden soll. In dieser Woche wird die EU-Kommission darüber entscheiden, ob die Einreisesperre für die Drittstaaten aufgehoben wird. Vermutlich wird die Bundesregierung weitere Schritte erst danach beschließen und verkünden. Für Urlauber, die in die Türkei reisen möchten, heißt es also, sich noch ein paar Tage zu gedulden.

(be/dpa)

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