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Tottenham wirft ManCity raus

17.4.2019 23:09 Uhr

Es war ein denkwürdiger Rückspielmittwoch in der Champions League. Der FC Liverpool schaffte souverän den Sprung ins Halbfinale, indem die Klopp-Truppe in Portugal beim FC Porto einen 4:1-Auswärtssieg einfuhr. Das war fast zu erwarten. Weniger zu erwarten war jedoch das Ausscheiden von Manchester City und Pep Guardiola gegen Tottenham Hotspur. Sieben Tore bekamen die Zuschauer im Spiel zu sehen, dass die Spurs am Ende wegen der Auswärtstote vorne sah. Damit war der Traum von Guardiola und dem erneuten Erreichen eines Finales in der UCL geplatzt.

Für Pep Guardiola und Manchester City ist in einem Drama für die Geschichtsbücher der Traum vom Triumph in der Champions League abermals geplatzt, Jürgen Klopp hat mit dem FC Liverpool hingegen souverän das Halbfinale der Königsklasse erreicht. ManCity reichte gegen den Liga-Rivalen Tottenham Hotspur auch ein 4:3 (3:2) nicht, und die 0:1-Hinspielpleite wettzumachen. Vorjahresfinalist Liverpool gewann beim FC Porto 4:1 (0:0), schon das erste Duell (2:0) hatten die Reds für sich entschieden.

Ajax gegen die Spurs und Barca gegen Liverpool im Halbfinale

Im Halbfinale (30. April/1. Mai sowie 7./8. Mai) trifft Dortmund-Bezwinger Tottenham auf Ajax Amsterdam mit Coach Erik ten Hag, der in München zu Guardiolas Trainerstab gehört hatte. Bayern-Schreck Liverpool bekommt es im Kampf um den Einzug ins Finale am 1. Juni in Madrid mit dem spanischen Meister FC Barcelona mit Superstar Lionel Messi und dem deutschen Nationaltorwart Marc-Andre ter Stegen.

Tottenhams Erfolgsgaranten waren der schon im Hinspiel erfolgreiche Ex-Leverkusener Heung-Min Son (7./10.) - der allerdings im ersten Halbfinal-Duell gelbgesperrt fehlen wird - und Fernando Llorente (73.), dessen Tor nach Videobeweis für die Entscheidung sorgte. Für City, das in der Startelf ohne Leroy Sane (spät eingewechselt) und mit Ilkay Gündogan antrat, trafen in einer turbulenten Anfangsphase Raheem Sterling (4./21.), Bernardo Silva (11.) sowie nach der Pause Sergio Agüero (59.). Das vermeintliche 5:3 in der Nachspielzeit wurde nach Videobeweis nicht gegeben.

Startrainer Guardiola erlebte somit die nächste Enttäuschung in der Königsklasse. Der Katalane gewann den Henkelpott nur mit dem FC Barcelona (2009 und 2011), anschließend scheiterte er sowohl mit Bayern München als auch City stets schon vor dem Endspiel. Tottenham schrieb dagegen Geschichte und zog erstmals in das Halbfinale der Champions League ein, die Londoner stehen erstmals seit dem UEFA-Cup-Sieg 1984 in einem europäischen Semifinale.

Engagierter Start von ManCity

City begann fünf Wochen nach dem 7:0 gegen Schalke an gleicher Stelle furios. Nur 3:51 Minuten waren gespielt, als Sterling nach Zuspiel von Kevin de Bruyne den Ball ins lange Eck schlenzte. Für Manchester war es das schnellste Champions-League-Tor der Geschichte.

Und es blieb historisch: Der Ex-Leverkusener Son brachte Tottenham mit einem Blitz-Doppelpack in nur 130 Sekunden in Führung. City musste nun drei Tore schießen, das erste gelang Bernardo Silva fast im Gegenzug. Vier Treffer in den ersten elf Minuten bedeuteten einen weiteren Königsklassen-Rekord. Gleiches galt für die fünf Tore nach 21 Minuten.

Liverpool fast im Schongan ins Halbfinale

Für Liverpool, das weiter vom Double aus Meisterschaft und Königsklasse träumen darf, waren im Estadio do Dragao Sadio Mane (27.), Mohamed Salah (65.), Roberto Firmino (77) sowie Virgil van Dijk (84.) erfolgreich. Eder Militao (68.) traf für Porto. Klopp hat seit seinem Amtsantritt am Mersey 2015 mit Liverpool zwar schon dreimal ein Finale erreicht, ein Titel als Krönung blieb ihm aber bislang verwehrt.

Klopp hatte überraschend die beiden ehemaligen Bundesligaprofis Naby Keita und Firmino, die beide im Hinspiel getroffen hatte, auf der Bank gelassen. Erst nach 20 Minuten kamen die Liverpool besser ins Spiel. Mane schlug dann aus dem Nichts zu. Wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung musste Schiedsrichter Danny Makkelie aber den Videoassistenten hinzuziehen, ehe er den Treffer gab.

Nach der Pause hatte Liverpool das Geschehen weitgehend im Griff, ernsthaft in Gefahr geriet der Sieg nicht mehr.

(ce/afp)

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