dpa

Torloses Remis von Schalke gegen Augsburg

5.5.2019 16:14 Uhr

Der FC Schalke 04 hat mir einer trostlosen Vorstellung gegen den FC Augsburg den Klassenerhalt sichergestellt. Nicht einmal theoretisch können die Knappen mehr absteigen. Für Huub Stevens heißt das: Mission erfüllt. Aber das, was die Knappen auch unter seiner Führung auf den Platz brachten, war - abgesehen vom Ruhrderby gegen Borussia Dortmund - ganz kleiner Sport. Da gilt es, die Saison intensiv nachzubearbeiten.

Ein Punkt gegen die bereits zuvor geretteten Schwaben genügte der Mannschaft von Trainer Huub Stevens, um den Vorsprung auf VfB Stuttgart auf dem Relegationsrang 16 vor den beiden abschließenden Spieltagen auf sieben Zähler auszubauen. 59.841 Zuschauer in der Veltins-Arena sahen eine weitgehend ereignisarme Partie, in der die Tabellen-Nachbarn nicht viel riskierten und Fußball-Schmalkost boten.

Ob Wagner das Schiff Schalke steuern kann?

Bei Schalke rückten nach dem 4:2 im Revierderby in Dortmund zwei neue Spieler in die Startelf. Für den leicht angeschlagenen Salif Sané und den freigestellten Guido Burgstaller, dessen Frau ein Kind erwartete, spielten Sebastian Rudy und Ahmed Kutucu. Auch Gäste-Coach Martin Schmidt wechselte zweimal: Für Kevin Danso und Marco Richter rutschen Ja-Cheol Koo und Julian Schieber in die Formation.

Bereits vor der Partie kursierten Meldungen, wonach Schalke bald den bisherigen Sport-Geschäftsführer des Zweitligisten SC Paderborn, Markus Krösche (Sportdirektor), sowie den ehemalige Stuttgarter Sportvorstand Michael Reschke (Technischer Direktor/Kaderplaner) vorstellen werde. Als Top-Kandidat auf den Trainerposten zur neuen Saison gilt bereits seit Tagen David Wagner. Aber auch das ist vom Club noch nicht bestätigt, könnte aber bald geschehen.

Minimalismus statt großer Worte auf Schalke

FCA-Coach Schmidt war froh, dass der Klassenverbleib nach der Stuttgarter 1:3-Niederlage am Samstag in Berlin schon vor dem Anpfiff in Gelsenkirchen feststand. Nicht nur, weil sich sein eigener Vertrag damit automatisch um ein Jahr bis 2021 verlängerte. Die Mannschaft habe das aber "sehr nüchtern aufgenommen", sagte der Schweizer im "Eurosport"-Interview. "Wir sind in den Flieger eingestiegen und sobald wir im Landeanflug waren, kam das Gemurmel auf. Es gab kurze Klatscher", berichtete Schmidt von der Anreise tags zuvor. "Es gibt einem ein gutes Gefühl."

Auch sein Kollege Stevens ging davon aus, dass angesichts des Sechs-Punkte-Vorsprungs vor dem VfB nichts mehr anbrennen würde. "Natürlich ist es gut, wenn wir in den drei Spielen keinen Mist bauen. Aber da gehe ich nicht von aus. Wir haben noch drei Spiele und gegenüber dem Publikum haben wir die Pflicht, die beiden Heimspiele gut zu bestreiten. Ich hoffe, dass wir das bestätigen können, was wir letzte Woche gezeigt haben."

Kein Feuerwerk der Emotionen auf dem Platz

Auf dem Rasen war davon anschließend aber nichts zu sehen. Wie die defensiv orientierten Augsburger, die bisher in sieben Partien auf Schalke noch nie gewannen (sechs Niederlagen), brachten auch die Gastgeber nach vorn nicht viel zustande. Die Folge: Vor den Toren tat sich herzlich wenig. Die besten Chancen zur Schalker Führung vergab Suat Serdar (40./52.), der zunächst eine Hereingabe von Breel Embolo am Tor vorbeischob und nach der Pause nach Doppelpass mit Embolo nur den Pfosten traf.

Auf der Gegenseite wurde Torhüter Alexander Nübel nur einmal bei einem abgefälschten Schuss von Michael Gregoritsch (56.) zu einer Glanzparade gezwungen. In der Schlussphase bemühte sich Schalke verstärkt um das Siegtor, das aber nicht mehr gelang.

(ce/dpa)

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