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Tops und Flops der Oscar-Outfits

10.2.2020 18:32 Uhr

Wer die Outfits bei den Oscars genau angeschaut hat, der musste schnell bemerken, dass das Schlichte das neue Edel ist. Denkt man an andere Oscar-Outfits der vergangenen Jahre zurück, musste es oft mondän und megaauffällig sein. In diesem Jahr ging es häufig eher dezent zu - Ton-in-Ton. Der Aha-Effekt kam häufiger erst beim zweiten Hinschauen.

Und so viel Schwarz war zu sehen. Dass sich die ganz Jungen von den Etablierten auch modisch absetzen wollen, ist ein Trend, der schon länger anhält und den starren Dresscode mehr und mehr aufbricht. Auch wenn das Ergebnis dann nicht immer gelungen ist.

Hier einige der modischen Tops und Flops der diesjährigen Oscar-Nacht:

- Top: So geht schlichter Glamour. Ein weißes, Ton-in-Ton besticktes, körperbetontes Kleid mit einem langen Ärmel und einem nackten Arm. Getragen hat es Oscar-Gewinnerin (Beste Hauptdarstellerin) Renée Zellweger, entworfen Giorgio Armani.

- Flop: Ein Hummer, ein Stück Lasagne oder sogar eine....nein, das zitieren wir lieber nicht. Kristen Wiig erntete für ihr Faltenkleid jede Menge Spott in den Sozialen Medien.

- Top: Traditionalisten werden jetzt aufschreien, aber wer sich so cool über Kleidervorschriften hinwegsetzt wie die Sängerin Billie Eilish hat das Zeug zum Trendsetter. Ihr Oversized-Anzug von Chanel jedenfalls war einer der Oscar-Hingucker schlechthin.

- Flop: Es könnte so gelaufen sein. Aurora war mitten im Judotraining, als ihre Managerin anrief: "Die Oscars! Wo bleibst du?" Zeit zum Umziehen bleibt da natürlich nicht. Ein paar rote Quasten an den Gürtel geheftet. Fertig.

- Top: Er hat es tatsächlich wieder getan. Letztes Jahr kam Billy Porter im Smokingkleid, jetzt setzte er sogar noch eins drauf und erschien in einer Kombination aus goldenem Federtop und gemustertem Ballonrock (von Giles Deacon). Und alles sieht an ihm ganz selbstverständlich aus.

- Flop: Den Ansatz kann man verstehen. Anthony Ramos hatte keinen Bock auf den klassischen Smoking und wollte irgendwie jung und flippig rüberkommen. Das Ergebnis ist ernüchternd: gewollt, aber nicht gekonnt.

- Top: Stil mit Statement. Natalie Portman ließ die Namen von Regisseurinnen auf den Saum ihres Dior-Umhangs sticken, die Oscar-reife Filme ablieferten, aber nicht mit einer Nominierung bedacht worden waren. Nur Männer standen in der Kategorie "Beste Regie" zur Wahl.

- Flop: Statement ohne Stil. Kostümdesignerin Sandy Powell hat ihren Hosenanzug von diversen Hollywood-Stars signieren lassen und will ihn nun für einen guten Zweck versteigern. Nur, warum musste sie ihn ausgerechnet an diesem Abend tragen?

- Top: Das Kapuzen-Kleid mit der markanten Silhouette von Ralph Lauren verleiht Janelle Monáe die Aura einer Drama-Queen. Es ist mit rund 168.000 Kristallen bestickt und hat eine offene Rückenpartie.

- Flop: Wenn der Eindruck entsteht, dass das Kleid die Frau trägt, ist etwas grundsätzlich schief gelaufen. So wie bei Sandra Oh. Ihre mit Rüschen bepflanzte Glitzer-Robe von Elie Saab ist viel zu dominant für sie.

- Top: Chrissy Metz ist eine kräftig gebaute Frau. Sie vorteilhaft einzukleiden, stellt für Designer eine Herausforderung dar. Es gibt Roter-Teppich-Fotos von ihr: Auweia! Doch bei den Oscars hat sie mit einem bodenlangen roten Kleid die richtige Wahl getroffen.

- Flop: Die goldene Regel für eine stilvolle Sexyness lautet: Dekolleté oder Bein. Nur leider hat das Model Blac Chyna davon noch nichts gehört. Oben lag alles offen und der Schlitz reichte bis zur Hüfte.

- Top: So schön, dass jedes Wort zu viel wäre. Einfach genießen: Penélope Cruz in Chanel.

(ce/dpa)

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