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Supermodel Gisele Bündchen legt sich mit brasilianischer Regierung an

15.1.2019 14:17 Uhr

Einen ganz besonderen Gegner bekommt nun die Regierung in Brasilien. Das Supermodel Gisele Bündchen (38) hat sich nun aktiv in die Politik ihres Heimatlandes eingemischt.

Nach kritischen Kommentaren über die Umweltpolitik des Ex-Militärs wurde sie nun von der Landwirtschaftsministerin des südamerikanischen Landes angegriffen. "Es ist absurd, was sie mit dem Image von Brasilien machen", sagte Tereza Cristina am Montag in einem Interview des Radiosenders Jovem Pan. "Das sind leider schlechte Brasilianer."

Kritik an Zusammenlegung zweier Ministerien

Kurz nach Bolsonaros Wahlsieg hatte Bündchen die Zusammenlegungen des Umweltschutzministeriums und des Landwirtschaftsministeriums kritisiert. "Das sind zwei Ministerien mit großer nationaler Bedeutung und eigenen, manchmal widersprüchlichen, Zielen", schrieb Bündchen auf Twitter. "Die Autorität des Umweltministeriums in diesen Zeiten zu schwächen, in der uns die Bedrohung durch den Klimawandel Sorgen bereitet, könnte fatal und ein Weg ohne Umkehr sein."

Bündchen engagiert sich schon seit langem für den Naturschutz. Sie ist UN-Sonderbotschafterin für Umweltschutz und unterstützt Kampagnen gegen die Abholzungen des Regenwaldes und für sauberes Wasser. Landwirtschaftsministerin Cristina würde das berühmte Model offenbar gern für ihre Zwecke einspannen: "Gisele Bündchen könnte die Botschafterin Brasiliens sein und zeigen, dass wir Lebensmittel für die Welt produzieren und die Natur schützen", schrieb sie auf Twitter. "Das Model wir in Kürze eine Einladung erhalten."

(an/dpa)