dpa

Tony Marshall und Roberto Blanco singen weiter

7.7.2019 13:33 Uhr

Roberto Blanco (82) und Tony Marshall (81), die beiden dienstältesten Schlagersänger der Republik, denken nicht ans Aufhören und blicken mit Stolz auf die Künstler ihrer Generation. "Roberto ist ein großer Künstler, nicht nur ein Star", sagte Marshall am Samstag in Baden-Baden über seinen Freund. Im Gegensatz zu manch jüngerem Kollegen und "Sternschnuppen" werde man von Blanco oder von Costa Cordalis noch in 100 Jahren hören, ist er überzeugt.

Cordalis war am Dienstag mit 75 Jahren auf Mallorca gestorben. "Ich vermisse einen großartigen Kollegen und Freund", sagte Blanco. Und, so Marshall: "Wir haben zusammen viel Spaß gehabt." Die Trauer um ihren Kollegen hält die beiden aber nicht davon ab, weiter ihre Rolle als Muntermacher der Nation zu spielen. Wann man abgeht, sei Schicksal. "Der liebe Gott ist der Chef", sagte Blanco. Zugleich glaubt er: "Der da oben meint es gut mit uns." Dies auch, weil jener wisse, dass er und Marshall den Menschen Spaß bringen. "Wir haben das Lachen erfunden", sagte er.

Tony Marshall will mit 81 zurück auf die Bühne

Vor ihnen sei im deutschen Fernsehen nicht so viel gelacht worden. "Und das war nie aufgesetzt, wir waren immer ehrlich", betonte Marshall. Blanco (bekannt mit: "Ein bisschen Spaß muss sein") und Marshall ("Schöne Maid") bedauern - auch für ihre Fans - dass es im Fernsehen keine großen Schlagershows mehr gibt. Nur weil sie über 80 Jahre sind, wollen die beiden nicht plötzlich ins ernste Metier wechseln. "Never change a winning team", sagte Blanco. "Man soll so bleiben, wie man ist." Er hatte am Samstag seinen langjährigen Freund Tony Marshall anlässlich eines Konzerts in der Region besucht.

Auch Marshall will nach einem längerem Klinik- und Kuraufenthalt wieder regelmäßig auf die Bühne. Seinem Freund gab er bei dem Treffen in Brenners Park-Hotel ein besonderes Geschenk mit: eine Skulptur, die den Trompeter, Sänger und Entertainer Louis Armstrong darstellen soll. "Für mich war es aber immer Roberto", sagte er über die Skulptur, die demnach Jahrzehnte bei ihm zu Hause stand.

(ce/dpa)

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