Hürriyet

TOGG-CEO: "Niemand rechnet mit einem Elektroauto aus der Türkei"

20.10.2020 9:01 Uhr

Gürcan Karakas steht einem Konsortium aus sechs Konzernen in der Türkei vor: TOGG. Hier haben sich Anadolu aus dem Automotive-Bereich, der Telekommunikationsgigant Turkcell, Tobb als Handelskammer der Türkei, Zorlu der Elektroriese, Kök als Baukonzern und BMC als Spezialist für Nutzfahrzeuge zusammengetan, um das erste eigene Elektro-Auto des Landes zu produzieren. Und das Ganze mit einem Auge auf den Überraschungseffekt, wie Gürcan Karakas dem "Handelsblatt" erklärte, denn: "Niemand rechnet mit einem E-Auto aus der Türkei".

Karakas plauderte mit dem "Handelsblatt" und verriet einige Details aus dem "Nähkästchen". So werden rund 3,3 Milliarden Euro in die Hand genommen, um das Projekt voranzutreiben. Ein Betrag, der auch laut Expertenmeinung von Ferdinand Dudenhöfer von der Uni Duisburg-Essen (Bereich "Automobilinstitution Motion"), ausreichend ist. Es sollte sogar für einen ordentlichen Anfang reichen – selbst wenn man damit den "Wow"-Effekt laut "Handelsblatt" nicht hinbekommen würde. Doch dazu, so Dudenhöfer, bräuchte es eine Frontfigur wie Elon Musk bei Tesla.

Ehrgeizige Ziele für den TOGG aus der Türkei

220 Ingenieure sind derzeit in das Projekt TOGG eingebunden. Eine Zahl, die noch steigen soll. Und an der Spitze der Fachmann, der vorher in leitender Funktion bei Bosch war: Karakas. Ziel sei es, so der CEO von TOGG, sofort mit einer Wettbewerbsfähigkeit auf dem internationalen Sektor ins Business einzusteigen – think big. Und Karakas weiß, was er will. Nicht umsonst war er vom "Handelsblatt" schon 2011 als "Manager von morgen" ausgezeichnet worden.

Und der CEO "schraubt" an einer innovativen Variante des E-Autos. Vollvernetzung mit seinem Partner Turkcell, durch den man den Digitalspezialisten mit im eigenen Boot sitzen hat. Eigene Batteriefirma, um am Akku mitzubestimmen, der den TOGG 500 Kilometer weit bringen soll. Vier Bildschirme, Teilautonomie beim Fahren, 30 Minuten Ladezeit bis zum Stand der Batterie von 80 Prozent, der TOGG als Smart Device und als Auto, das von Minute eins an auf App-Nutzung geeicht ist – all das sind ehrgeizige Ziele, die sich der ehemalige Manager bei Bosch auf die Fahne geschrieben hat.

(ce)

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