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Todesstrafe vollstreckt

28.7.2019 13:05 Uhr

Trotz internationaler Kritik hat der Golfstaat Bahrain drei Männer hingerichtet. Zwei Bahrainer seien wegen Terrorismusvorwürfen und wegen des Mordes an einem Polizisten hingerichtet worden, teilte die Staatsanwaltschaft der staatlichen Nachrichtenagentur BNA zufolge mit. In einem getrennten Fall sei ein Mann dafür verurteilt worden, den Imam einer Moschee getötet und seine Leiche zerstückelt zu haben.

Die Vereinten Nationen und Menschenrechtsgruppen hatten Bahrain dazu aufgerufen, die Hinrichtungen der beiden Bahrainer zu stoppen. Ihre Geständnisse seien mutmaßlich durch Folter erlangt worden und sie hätten keinen fairen Prozess bekommen, schrieb Agnès Callamard, UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche, standrechtliche oder willkürliche Hinrichtungen, bei Twitter.

Erste Vollstreckung seit 2010

Der Inselstaat am Persischen Golf hatte im Januar 2017 drei seiner Staatsbürger hingerichtet und damit die ersten Todesstrafen seit 2010 vollstreckt. Das muslimische Land wird von einem sunnitischen Königshaus regiert, obwohl in dem Land mehrheitlich Schiiten leben. Demonstrationen von Schiiten während des sogenannten Arabischen Frühlings 2011 schlug die Regierung gewaltsam nieder. Immer wieder werden Oppositionelle zu Haftstrafen verurteilt.

(an/dpa)

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