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Todesgruppen für den BVB, Leverkusen und Galatasaray

29.8.2019 19:56 Uhr

Borussia Dortmund muss in einer Hammergruppe mit dem FC Barcelona und Inter Mailand in der Champions League antreten. Galatasaray hat es als türkischen Double-Gewinner mit PSG, Real Madrid und dem FC Brügge ganz bitter erwischt. Dem FC Bayern München hingegen war das Losglück hold und der schwerste Brocken dürfte der Vorjahresfinalist Tottenham Hotspur sein. Bayer Leverkusen muss sich in einer weiteren Hammergruppin Duellen mit Juventus Turin und Atletico Madrid messen. RB Leipzig hat mit den Gegnern Zenit St. Petersburg, Benfica Lissabon und Lyon eine machbare Aufgabe gezogen, wird dafür aber zum Reisemeister.

Dennoch ist die Vorgabe nach der Auslosung am Donnerstagabend im mondänen Grimaldi Forum in Monaco klar: Nach dem Königsklassen-Waterloo der Vorsaison will die Bundesliga international an bessere Zeiten anknüpfen - doch das wird nicht unbedingt ein Selbstläufer. "Wir wollen mehr erreichen als im letzten Jahr", sagte Trainer Niko Kovac, der 2018/19 mit den Bayern in der Runde der letzten 16 am späteren Champion FC Liverpool gescheitert war. Sein Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge warnt jedoch: "Das wird nicht einfacher, weil der Wettbewerb immer härter wird, aber es ist noch immer möglich." Über die kommenden Gegner sagte Rummenigge: "Ich denke, wir dürfen mit der Auslosung zufrieden sein. Es ist wichtig, mit großer Motivation und Konzentration zu beginnen."

(Bild: dpa)

Alles kann, nichts muss bei den deutschen Klubs passieren

Es schwang die Erinnerung an die aus deutscher Sicht schwarze Vorsaison mit. Damals war für alle vier Starter der Bundesliga spätestens nach dem Achtelfinale Schluss. Das soll keinesfalls wieder passieren. Neben den Spurs, die zuletzt in der Saison 1983/84 auf die Bayern trafen und im Achtelfinale des Europapokals der Pokalsieger die Oberhand behielten, bekommt es der fünfmalige Gewinner der wichtigsten Klub-Trophäe mit Griechenlands Rekordmeister Olympiakos Piräus und den Serben von Roter Stern Belgrad zu tun.

Borussia Dortmund geht seinen Ex-Trainern Jürgen Klopp (Liverpool) und Thomas Tuchel (Paris St. Germain) aus dem Weg, dafür kommt es zum Wiedersehen mit Ousmane Dembele, der 2017 für 105 Millionen Euro plus Boni zu Barca gewechselt war. Neben Inter, im Sommer auf großer Einkaufstour, wartet als Außenseiter Slavia Prag auf den BVB. Den FC Liverpool tippt Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zwar als erneuten Champion, merkte jedoch auch an, wie eng das Titelrennen in dieser Saison ist. "Da kannst du auch gleich Lotto spielen", sagte er. Bayern und Dortmund waren die beiden letzten deutschen Klubs, die das Finale erreichten - wenn am 30. Mai 2020 im Istanbuler Atatürk-Olympiastadion das Endspiel angepfiffen wird, liegt der 2:1-Sieg der Bayern von Wembley bereits sieben Jahre zurück.

Ganz Leipzig darf jubeln - und weit reisen

So weit denkt BVB-Sportdirektor Michael Zorc noch nicht: "Wichtig ist es, die Gruppenphase zu überstehen, danach brauchst du auch das richtige Los." Los geht es mit dem Gruppenspielen am 17./18. September, der letzte Spieltag findet am 10./11. Dezember statt - danach wird es richtig ernst. Ob das auch für Leipzig, das gegen Zenit St. Petersburg, Benfica Lissabon und Olympique Lyon antreten muss, und Leverkusen, dessen dritter Gegner Lokomotive Moskau heißt, gilt?

Beide backen kleinere Brötchen, sie beschäftigen sich mit Etappenzielen und wollen erst mal die Gruppenphase überstehen. "Sich nur zu qualifizieren, das war mit Hoffenheim schön", sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann dem SID: "Aber es wäre auch schön, wenn da mal ein paar Siege dazukommen."

Gruppenübersicht:

Gruppe A

PSG

Real Madrid

FC Brügge

Galatasaray Istanbul

Gruppe B

FC Bayern München

Tottenham Hotspur

Olympiakos Piräus

Roter Stern Belgrad

Gruppe C

Manchester City

Schachtjor Donezk

Dinamo Zagreb

Atalanta Bergamo

Gruppe D

Juventus Turin

Atletico Madrid

Bayer Leverkusen

Lokomotive Moskau

Gruppe E

FC Liverpool

SSC Neapel

FC Salzburg

KRC Genk

Gruppe F

FC Barcelona

Borussia Dortmund

Inter Mailand

Slavia Prag

Gruppe G

Zenit St. Petersburg

Benfica Lissabon

Olympique Lyon

RB Leipzig

Gruppe H

FC Chelsea

Ajax Amsterdam

OSC Lille

FC Valencia

(ce/afp)

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