dpa

Tod einer weiteren Sängerin erschüttert K-Pop-Szene

25.11.2019 23:14 Uhr

Erst vor kurzem nahm sich ihre beste Freundin das Leben: Innerhalb weniger Wochen hat der Tod einer weiteren jungen südkoreanischen Sängerin die K-Pop-Szene erschüttert.

Nach dem Tod der Sängerin Sulli im Oktober wurde am Sonntag die 28-jährige Goo Hara, die durch ihre Mitgliedschaft bei der Girlgroup Kara bekannt worden war, von einer Haushälterin tot in ihrer Wohnung in Seoul aufgefunden, wie südkoreanische Zeitungen am Montag berichteten. Die Polizei schloss demnach Suizid nicht aus.

Ob die Leiche obduziert werde, sei noch nicht entschieden, sagte ein Ermittler der Seouler Polizei laut "The Korea Times" bei einer Pressekonferenz am Montag. Die Untersuchungen würden zwar fortgesetzt, doch schließe die Polizei ein Fremdverschulden praktisch aus.

Goo Hara gab 2008 ihr Debüt bei der auch in anderen asiatischen Ländern außer Südkorea populären Gruppe Kara. Die Band löste sich 2016 auf. Goo Hara arbeitete auch als Solosängerin und trat in Filmen und Fernsehshows auf.

Sexvideo und der Verlust einer Freundin

Im vergangen Jahr machte die südkoreanische Sängerin eine schwere Zeit durch und geriet wegen eines öffentlich gewordenen Streits mit ihrem Ex-Freund in die Negativschlagzeilen. Goo Hara beschuldigte den Ex-Freund, sie erpressen zu wollen, indem er gedroht habe, ein Sexvideo mit ihr zu veröffentlichen. Bereits im Mai dieses Jahres hatte sie sich bei ihren Fans entschuldigt, nachdem sie bewusstlos in ihrer Wohnung gefunden worden war. Es wurde angenommen, dass die Sängerin dort schon versucht habe, sich das Leben zu nehmen. Der Zwischenfall hatte starke Besorgnis bei ihren Fans weltweit ausgelöst.

Den Berichten zufolge war Goo Hara mit Sulli von der Girlband f(x) sehr gut befreundet. Sullis Leiche wurde Mitte Oktober in ihrer Wohnung gefunden. Auch in diesem Fall ging die Polizei von Suizid aus. Die Sängerin Goo Hara ging nach dem Bekanntwerden des Todes von Sulli auf Instagram live, wo sie sich damals in Tränen herzzerreißend von ihrer Freundin Sulli verabschiedete. Sie sagte: "Ich werde für dich leben und hart arbeiten".

(gi/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.