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Thüringen: CDU-Abgeordneter negativ auf Corona-Virus getestet

4.3.2020 9:56 Uhr

Fast hätte ein einzelner CDU-Abgeordneter für eine Verschiebung der Wahl in Thüringen gesorgt - doch jetzt gibt es Entwarnung: er wurde negativ auf das Corona-Virus getestet.

Die Wahl eines Ministerpräsidenten im Thüringer Landtag kann am Mittwoch wie geplant stattfinden. Der Coronavirus-Verdacht bei einem CDU-Abgeordneten bestätigte sich nicht, wie das Landesgesundheitsministerium am Dienstagabend mitteilte. Landtagspräsidentin Birgit Keller sprach von "Erleichterung auf der ganzen Linie".

Ein 56-jähriger CDU-Landtagsabgeordneter hatte sich am Dienstag wegen des Coronavirus-Verdachts zunächst in Quarantäne befunden. Ein Test ergab dann aber, dass der Mann nicht infiziert ist. Die Parlamentsverwaltung hatte eine Verschiebung der Wahl angekündigt, sollte sich der Verdachtsfall bestätigen.

Der 56-Jährige gehörte CDU-Kreisen zufolge zu der Verhandlungsgruppe, die den "Stabilitätsmechanismus" mit Linken, SPD und Grünen ausgehandelt hatte. Dieser soll dafür sorgen, dass eine rot-rot-grüne Minderheitsregierung sich auf projektbezogene Mehrheiten stützen kann. Die Gespräche darüber fanden zwischen dem 17. und dem 21. Februar im Landtag statt. Zuvor war der Parlamentarier in den Winterferien mit einer Gruppe von Skifahrern in Italien unterwegs gewesen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums berichtete. Die Gruppe kehrte am 14. Februar zurück. Ein Skifahrer aus der Gruppe, ein 57-jähriger Mann aus dem ostthüringischen Saale-Orla-Kreis, ist nachweislich mit dem Virus infiziert.

(be/dpa)

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