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Thomas Tuchel bei Paris Saint-Germain entlassen

24.12.2020 15:01 Uhr

Eigentlich ist Weihnachten das Fest der Liebe und der Versöhnung. Nicht so in Frankreich. Da berichtet die Zeitung "L'Equip", dass Paris Saint-Germain seinen deutschen Trainer Thomas Tuchel in der Nacht zu Heiligabend entlassen haben soll. Und sofort werden bereits Alternativen für den Coach ins Rennen geworfen, der gegen den FC Bayern München im Finale der Champions League stand: FC Arsenal und Manchester United. Wobei die Gunners sicher für Mesut Özil besonders spannend wären – und möglicherweise schlecht für Transferpläne des Ex-Weltmeisters zu Fenerbahce Istanbul in der Süper Lig.

Dritter in der Tabelle der Ligue 1 und das mit einem Punkt Rückstand auf das Führungsduo Olympique Lyon und LOSC Lille. In der Champions League im Achtelfinale und das Gruppenerster in der "Todesgruppe" mit Manchester United und RB Leipzig. Gestern am Mittwochabend in der Liga Racing Straßburg mit 4:0 vom Platz geschossen. Das sieht gar nicht schlecht aus für Thomas Tuchel und Paris Saint-Germain – eigentlich. Und doch haben die Verantwortlichen, deren Bestätigung noch aussteht, den deutschen Coach wohl vor die Türe gesetzt. Im Grunde etwas überraschend.

Geht Tuchel zum FC Arsenal und bleibt dann Mesut Özil?

Bis zum kommenden Sommer hat Tuchel noch einen Vertrag in der französischen Hauptstadt. Und eigentlich dachte man, bei den Ergebnissen zum Jahresende unter harten Corona-Bedingungen sei sein Arbeitsplatz sicher und man würde zum Saisonende friedlich getrennter Wege gehen. Weit gefehlt. Intern scheint das Tischtuch zwischen Klub-Führung und dem Trainer zerschnitten zu sein, denn nur so ist ein solcher Move erklärbar. Zumal die Bilanz von Tuchel sich gut liest: Meistertitel in Doppelfolge, Finale der Champions League. Das sind schon gute Referenzen.

Doch nun das Aus. Zu welchem Klub wird es Tuchel führen? Gute Chancen scheint die Premier League zu haben. Da ist bei Manchester United Unzufriedenheit und auch beim FC Arsenal scheint man mit dem 15 Platz in der Tabelle und Trainer Mikel Arteta wenig glücklich zu sein. Arsenal, die Gunners – da war doch was. Genau, dort sitzt Mesut Özil auf der Tribüne und just heute wurde kolportiert, er würde in die Süper Lig und damit in die Türkei zu Fenerbahce Istanbul wechseln. Diesen Sommer. Doch das könnte nun, wenn die Gunners Thomas Tuchel holen, ganz anders werden. Tuchel versteht es, Teams um Stars wie den Ex-Weltmeister aufzubauen. Diese herausragenden Kreativ-Kicker von Defensiv-Aufgaben zu befreien, damit sie ihr geniales Potenzial voll nach vorne ausschöpfen können. In Kadiköy wird man demnach diese Option, dass Tuchel Arsenal übernimmt, nicht gerne lesen. Denn unter ihm könnte Mesut Özil in der Premier League sicherlich noch einmal aufblühen und noch zwei herausragende Jahre hinlegen.

(ce)

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