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Thomas Seibert erhält neue Akkreditierung

8.4.2019 13:21 Uhr

Nach dem Hin- und Her um seinen Presseausweis erhält der "Tagesspiegel"-Korrespondent Thomas Seibert nun doch eine neue Akkreditierung und kann seine Arbeit in Istanbul fortsetzen.

Die Regierung in Ankara hat dem Journalisten jetzt doch die Akkreditierung gewährt und ihn eingeladen, ins Land zurückzukehren, wie der Korrespondent des Berliner "Tagesspiegel" am Montag der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Vier Wochen nach seiner Ausreise sei er am Wochenende wieder in Istanbul eingetroffen, wo er seit 1997 lebt und arbeitet. "Ich freue mich, dass alle Missverständnisse nun ausgeräumt sind", hob Seibert hervor.

Neue Akkreditierungen für Seiber und Brase

Seibert und der ZDF-Korrespondent Jörg Brase hatten die Türkei am 10. März verlassen müssen, weil ihre Anträge auf Verlängerung ihrer Presse-Akkreditierung abgelehnt worden waren. Der Leiter des ZDF-Studios in Istanbul erhielt bereits zwei Tage später eine neue Akkreditierung und kehrte daraufhin in die Türkei zurück. Die Pressekarte ist in der Regel für ausländische Journalisten die Voraussetzung für eine Aufenthaltsgenehmigung in der Türkei. Der Entzug der Akkreditierung für die beiden Korrespondenten hatte für diplomatische Verstimmungen zwischen Berlin und Ankara gesorgt. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) nannte das Vorgehen der türkischen Behörden "inakzeptabel". Am Donnerstag war Maas am Rande des Nato-Außenministertreffens in Washington mit seinem türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu zusammengekommen. In dem Gespräch ging es nach seinen Angaben auch um "Akkreditierungsfragen für Journalisten".

(be/afp)