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Thomas de Maiziere ausgezeichnet

7.6.2019 19:46 Uhr

Für seine Verdienste in fast 30 Jahren politischer Arbeit ist der CDU-Politiker Thomas de Maiziere von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Der frühere Bundesverteidungs- und Innenminister habe sich immer als "ein Diener des Staates" verstanden, "für den das Gemeinwohl im Zweifel Vorrang hat vor der Polarisierung oder dem eigenen Ego", sagte Steinmeier bei der Verleihung des Großen Verdienstkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am Freitag im Schloss Bellevue in Berlin.

Als Verteidigungsminister habe de Maizière sich der Herausforderung gestellt, die Bundeswehr in eine reine Freiwilligenarmee zu verwandeln. Als Innenminister sei er ganz vorn im Kampf der offenen Gesellschaft gegen ihre Feinde gestanden.

Spagat zwischen Abstumpfung und Hysterie

"Er hat sich immer für einen Rechtsstaat stark gemacht, der wehrhaft und wachsam, aber nicht panisch und paranoid ist. Und er hat den schwierigen Spagat versucht, die Bürger nicht durch Terrorwarnungen abzustumpfen oder zu verunsichern, ihnen aber auch nicht ein falsches Gefühl der Sicherheit zu vermitteln", sagte Steinmeier.

Der Bundespräsident erinnerte an die Zeile «Und weil wir dieses Land verbessern, lieben und beschirmen wir's» aus der Kinderhymne von Bertolt Brecht. "Sie haben über Jahrzehnte mitgeholfen, dieses Land zu beschirmen und zu verbessern, und sie tun es bis heute: als Abgeordneter des Deutschen Bundestages und als engagierter Bürger", sagte Steinmeier zu de Maizière bei der Ordensverleihung, an der auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teilnahm.

(an/dpa)