dpa

Thole/Wickler stürmen ins WM-Halbfinale: 2:0 gegen USA

6.7.2019 14:46 Uhr

Das Nationalteam aus Hamburg, die Beach-Volleyballer Julius Thole und Clemens Wickler, siegte nach einer herausragenden Leistung gegen die US-Amerikaner Nick Lucena und Phil Dalhausser mit 2:0 (21:18, 21:17). Blockspieler Thole verwandelte den zweiten Matchball und sorgte damit für den bisher größten Erfolg des jungen Duos, das erst im Herbst 2017 zu einem Team zusammengefunden hatte. «Das werden wir wohl erst nach dem Turnier checken. Das ist unglaublich», sagte Thole bei Sport1.

Damit spielen der 22-jährige Hamburger Thole und der zwei Jahre ältere, gebürtige Starnberger Wickler am Sonntag auf jeden Fall um eine Medaille. Die derzeitigen Weltranglisten-Zwölften treffen am Samstagabend (18.30 Uhr) im Halbfinale nun auf die großen Turnierfavoriten Anders Mol und Christian Sorum aus Norwegen. «Vor drei Wochen haben wir gegen sie gespielt und verloren. Da standen aber nicht 12 000 Leute auf unserer Seite. Wir wollen es genießen und schauen, ob wir sie ein bisschen ärgern können», sagte Thole.

Halbfinale: Ziel erreicht und der Rest ist Bonus

Die inzwischen 39 Jahre alte Beach-Legende Dalhausser war schon 2007 Weltmeister und 2008 Olympiasieger, sammelte danach auf der Tour noch zahlreiche Siege. Doch davon unbeeindruckt boten Thole/Wickler vor 12 000 Fans im voll besetzten Stadion am Rothenbaum - Hunderte Fans mussten vor den Toren abgewiesen werden - erneut eine exzellente Vorstellung.

Nach einem konzentrierten und variablen ersten Durchgang spielten sich die Deutschen im zweiten Durchgang zwischenzeitlich in einen Rausch. Sensationell waren die acht Blockpunkte von Thole, mit denen der 2,06-Meter-Mann vor allem Lucena zur Verzweiflung brachte. Die US-Amerikaner fingen sich zwar etwas, aber Thole/Wickler behielten die Nerven und feierten ihren ersten WM-Halbfinaleinzug. «Wir machen uns gar keinen Druck mehr. Wir haben mehr erreicht, als wir uns ausgerechnet haben. Jetzt müssen wir im Halbfinale alles geben und uns bis dahin gut erholen und eine gute Taktik ausklügeln», meinte Wickler.

(ce/dpa)

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