afp

Thailands "Prinzessin" tritt doch nicht bei Parlamentswahl an

9.2.2019 8:10 Uhr

Die Kandidatur von Prinzessin Ubolratana hatte für Aufregung gesorgt. Doch nachdem König Maha Vajiralongkorn sein Missfallen geäußert hat, zog ihre Partei die Kandidatur zurück.

Die Partei Thai Raksa Chart zog die Kandidatur von Prinzessin Ubolratana für das Amt der Ministerpräsidentin am Samstag zurück. Sie füge sich damit der "königlichen Anordnung", teilte die Partei mit. Der König hatte die Kandidatur seiner älteren Schwester am Freitag als "unangemessen und verfassungswidrig" kritisiert. Ein hochrangiges Mitglied der königlichen Familie in die Politik zu bringen, sei "gegen die königlichen Traditionen und die Kultur der Nation", hieß es in einer Erklärung. Die Monarchie stehe über der Politik.

Als "gemeine Bürgerin" antreten

Die Kandidatur von Prinzessin Ubolratana war ein Paukenschlag gewesen. Die 67-Jährige wollte als "gemeine Bürgerin" antreten, wie sie im Internetdienst Instagram schrieb. Thailand hatte seit der Einführung der konstitutionellen Monarchie im Jahr 1932 keinen Premierminister, der dem Königshaus entstammt. Die ältere Schwester des heutigen Königs hatte vor Jahrzehnten einen US-Bürger geheiratet und auf ihre königlichen Titel verzichtet. Nach ihrer Scheidung kehrte sie in ihre Heimat zurück. Die schillernde Prinzessin ist in Filmen aufgetreten, singt, ist in den sozialen Netzwerken aktiv und Modeliebhaberin.

(be/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.