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Thailand: Zwei buddhistische Mönche bei Angriff auf Tempel erschossen

19.1.2019 10:59 Uhr

Zwei buddhistische Mönche wurden in ihrem Tempel in der Provinz Narathiwat im Süden Thailands bei einem Angriff erschossen. Zwei weitere Mönche wurden bei der Attacke am Freitagabend verletzt, so der Polizeichef Pakdi Preechachon. Im Süden üben muslimische Rebellen seit Jahren den blutigen Aufstand.

Der Angriff erfolgte demnach um 19.30 Uhr (Ortszeit, 13.30 Uhr MEZ) in der Provinz Narathiwat. Mehrere schwarz gekleidete Angreifer seien in den abgelegenen Rattanaupap-Tempel eingedrungen und hätten auf die Mönche geschossen. Der Chef von Thailands Militärregierung, Prayut Chan-O-Cha, verurteilte den Angriff. Er habe die Behörden angewiesen, die Täter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen, teilte ein Regierungssprecher mit.

Umkämpfter Süden Thailands

Der an Malaysia grenzende Süden Thailands ist seit Jahren Schauplatz eines blutigen Aufstands muslimischer Rebellen, bei dem seit 2004 bereits 7000 Menschen getötet wurden. Die muslimische Region steht erst seit rund hundert Jahren unter Kontrolle des buddhistischen Königreichs Thailand. Kritiker betrachten Thailands Herrschaft dort als Besatzung und wehren sich dagegen. Nach Angaben von Human Rights Watch wurden seit dem Beginn des Aufstands mindestens 23 buddhistische Mönche getötet. Erst Anfang Januar hatte die Rebellengruppe BRN öffentlich verkündet, ihren Kampf fortzusetzen.

(be/afp)