Hürriyet

TFF: Mahnbescheid wurde an beIN Sports übersandt

22.10.2020 16:10 Uhr

Der türkische Fußballverband TFF liegt derzeit mal wieder über Kreuz mit dem Inhaber der Übertragungsrechte an der Süper Lig, beIN Sports. Nun hat man dem Broadcaster wohl einen Mahnbescheid zukommen lassen, um ausstehende Forderungen einzuziehen. Darüber hinaus drängt der Verband darauf, dass mehr Zuschauer in den Stadien zugelassen werden, weil die Vereine in der Türkei mit dem Rücken zur Wand stehen.

Nihat Özdemir, Präsident des TFF, sprach nach einem Treffen des Verbandes und des Verbandes der Profi-Klubs in der Türkei, zur Presse. Er gab an, über einen Notar eine Mitteilung an beIN Sports gesendet zu haben, da die geleisteten Zahlungen nicht dem Ausschreibungsvertrag entsprächen. Der TFF-Präsident erklärte, dass sie keine Einigung mit dem Sender erzielen konnten: "Wir haben 3 Jahre der Vertragslaufzeit mit beIN Sports bereits beendet. Wir sind nun im vierten Jahr dieses Kontrakts. Leider haben wir bis jetzt keine Einigung erreicht. In diesem Jahr zahlte der Sender 500 Millionen Lira (rund 54 Millionen Euro) als 25-prozentigen Vorschuss. Wir haben dieses Geld im Verhältnis zu den Rechten an unsere Klubs überwiesen."

Özdemir forderte beIN Sports auf, sich an den laufenden Vertrag zu halten und sagte: "Wir möchten, dass beIN Sports alle Artikel des Vertrags mit dem TFF strikt einhält. Wir haben gestern die notwendige Warnung vom Notar gesendet." Doch auch in anderer Hinsicht waren finanzielle Dinge von Belang: Stadioneinnahmen. Nihat Özdemir erklärte, dass 30 Prozent der Zuschauer bei Fußballwettbewerben auf den Tribünen anwesend sein sollen: "Fußball ist gut, wenn er mit dem Publikum gespielt wird. Bis heute haben wir beschlossen, nur in unseren Logen eine Kapazität von 50 Prozent zu nutzen. Dies reicht jedoch nicht aus. Wir bitten darum, die Spiele vor Zuschauern auszutragen."

Offizielle Anfragen zur Zuschauersituation ans Gesundheitsministerium

Basaksehir und Sivasspor stehen vor ihren Heimspielen auf dem europäischen Parkett. Dabei hat Meister IBB zunächst mit Paris Saint-Germain dem Finalisten der letztjährigen Champions League als Gast und Sivasspor empfängt Maccabi Tel Avis in der Europa League. Dazu sagte der Präsident: "Der TFF und der Klub-Verband ersuchen darum, dass in der Süper Lig, im türkischen Pokal, bei Europapokalspielen und bei den beiden kommenden Länderspielen im November die Spiele mit einer Kapazität von 30 Prozent an Zuschauern im Stadion ausgetragen werden. Wir haben diese Anfrage offiziell an das Gesundheitsministerium und den Wissenschaftlichen Ausschuss weitergeleitet."

Der Präsident der Profi-Klubs, Mehmet Sepil, sagte dazu: "Mit der Unterstützung unseres Ministers für Jugend und Sport und mit den Bemühungen unseres TFF-Präsidenten wurden die Spiele letzte Woche mit einer Kapazität von 50 Prozent in den Logen ausgetragen. Dies war ein guter Start und ein Test. Wir haben auch erlebt, dass niemand Angst haben sollte. Ich denke, wir haben diesen Test erfolgreich bestanden. Jetzt ist es für die Vereine sehr wichtig, in die zweite Phase zu wechseln. Fast alle Spiele in der UEFA Champions League, die zuletzt gespielt wurden, fanden vor Zuschauern statt. Wir gehen davon aus, dass dies so schnell wie möglich umgesetzt wird, damit die Vereine ein bestimmtes Niveau an Spieltagseinnahmen erzielen können und damit ein Einkommen generieren." Basaksehir spielte in Leipzig vor 999 Zuschauern – bei einem Fassungsvermögen des Stadions von rund 42.000. Das bedeutet, die Kapazitätsauslastung lag bei 2,38 Prozent. Der FC Bayern München verzichtete im Heimspiel gegen Atletico Madrid, das 4:0 gewonnen wurde, völlig auf Zuschauer.

(ce)

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