Symbolbild: Christoph Soeder/dpa

Terrorist aus der Türkei nach Deutschland abgeschoben

20.12.2019 8:12 Uhr

Die Türkei hat erneut eine Person unter dem Vorwurf des Terrorismus nach Deutschland abgeschoben. Wie die staatliche Nachrichtenagentur mit Bezugnahme auf das türkische Innenministerium berichtet, handelte es sich bei der abgeschobenen Person um einen «Terroristenkämpfer» mit deutscher Staatsbürgerschaft. Welcher Terrororganisation die Person angehörte oder zu welchem Zielflughafen die Person abgeschoben wurde, ist nicht mitgeteilt worden.

Die Türkei schiebt seit einigen Wochen Menschen in ihre Heimatländer ab, denen Verbindungen zu Terrororganisationen vorgeworfen werden. Sie hatte am 9. Oktober im syrisch-türkischen Grenzgebiet eine Operation gegen die dortigen Milizen gestartet. Während der Militäroperation waren offiziellen Angaben zufolge auch 287 Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen worden, darunter Frauen und Kinder.

Die staatliche Nachrichtenagentur hatte vor rund zehn Tagen von mittlerweile insgesamt 71 abgeschobenen ausländischen «Terroristenkämpfern» berichtet. Demzufolge sollen unter ihnen bis dahin 18 Deutsche gewesen sein. Kurz darauf wurden eine Deutsch-Eritreerin und ihre fünfjährige Tochter abgeschoben. In die Zahlen zu den Abschiebungen aus der Türkei fließen auch die mitreisenden Kinder mit ein.

(dpa)

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