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Terrorgruppe Abu Sayyaf tötet niederländische Geisel bei Fluchtversuch

31.5.2019 11:08 Uhr

Vor sieben Jahren wurde ein 59-jähriger Niederländer von der Terrorgruppe Abu Sayyaf auf der Philippinen-Insel Jolo entführt und seitdem in Geiselhaft gehalten. Als sich die Terrorgruppenmitglieder ein Feuergefecht mit dem Militär lieferten, versuchte der Niederländer zu flüchten - und wurde dabei erschossen.

Sein Leichnam wurde in der Gemeinde Patikul gefunden, etwa tausend Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Der Niederländer war seit Februar 2012 in der Gewalt von Abu Sayyaf - so lange wie keine andere Geisel zuvor.

Die Gruppe hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrfach mit Entführungen und auch mit Tötungen von Ausländern Schlagzeilen gemacht, auch von Deutschen. Nach Darstellung eines Armeesprechers versuchte der Niederländer, während eines Feuergefechts zwischen Militärs und Abu-Sayyaf-Mitgliedern zu entkommen. Dabei seien sechs mutmaßliche Islamisten getötet worden, so der Sprecher. Zwei Soldaten hätten Schusswunden erlitten.

Der Mann aus Groningen war zusammen mit einem Schweizer und ihrem philippinischen Führer verschleppt worden, als die drei in der Provinz Tawi-Tawi Vögel beobachten wollten. Der Philippiner konnte kurz darauf flüchten, der Schweizer zwei Jahre später.

Abu Sayyaf versucht seit langem, mit Entführungen und Lösegeldzahlungen ihren bewaffneten Kampf zu finanzieren. Vor zwei Jahren ermordete die Gruppe ein deutsches Seglerpaar.

(be/dpa)