Symbolbild: epa/Said Yusuf Warsame

Terroranschlag nach zehn Stunden beendet

13.7.2019 11:18 Uhr

In Somalia haben Sicherheitskräfte nach rund zehn Stunden einen Terrorangriff auf ein Hotel beendet. Die Angreifer hätten mindestens 26 Menschen getötet, sagte Polizeioffizier Mohamed Hussein am Samstag. Noch während des Angriffs am Freitagabend in der Hafenstadt Kismayo hatte die Terrorgruppe Al-Shabaab den Anschlag über den Radiosender Al-Andalus für sich beansprucht.

Das Hotel wird oft von Politikern sowie im Ausland lebenden Somaliern besucht. Unter den Opfern waren eine bekannte in Somalia geborene kanadische Journalistin und Aktivistin sowie ein Kandidat für die Regionalwahlen. Zudem sei ein chinesischer Staatsbürger getötet worden, sagte Hussein.

Koordinierte Attacken

Zunächst habe sich ein Selbstmordattentäter in einem Auto vor dem Hotel in die Luft gesprengt, sagte Hussein. Danach stürmten andere Angreifer das Hotel. Sicherheitskräfte hätten sich die Nacht hindurch Kämpfe mit ihnen geliefert, sagte ein Sprecher der örtlichen Behörden, Abdinor Ibrahim. Nach seinen Angaben wurden mehr als 25 Menschen verletzt.

Zunächst war unklar, um wie viele Angreifer es sich handelte. Hussein sprach von mindestens fünf Angreifern, unter ihnen der Selbstmordattentäter. Alle seien getötet worden. Ibrahim zufolge konnten womöglich einige Angreifer entkommen.

Die Terrormiliz Al-Shabaab kontrolliert weite Gebiete im Süden und Zentrum Somalias und verübt immer wieder Anschläge auf Sicherheitskräfte und Zivilisten. Die mit Al-Kaida verbundenen sunnitischen Fundamentalisten kämpfen in dem verarmten Land am Horn von Afrika um die Vorherrschaft. Die US-Streitkräfte und eine Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützen die Regierung im Kampf gegen die Gruppe.

(an/dpa)

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