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Tennis: Festnahmen bei Razzia wegen Wettbetrugs

10.1.2019 15:26 Uhr

Nicht nur im Fußball, auch im Profi-Tennis wird offenbar kräftig manipuliert: Wegen des Verdachts auf Wettbetrug und Ergebnisabsprachen sind bei einer großangelegten Razzia in Spanien insgesamt 83 Personen verhaftet worden.

Laut einer Mitteilung der europäischen Polizeibehörde Europol wurden im Rahmen der von der spanischen Guardia Civil durchgeführten Aktion bei elf Hausdurchsuchungen unter anderem insgesamt 167.000 Euro in bar sichergestellt.

Gruppe von Armeniern angeblich die Drahtzieher

Involviert sein sollen in den Skandal nach Angaben von Europol insgesamt 28 Tennis-Profis, wovon einer an den letztjährigen US Open teilgenommen hat. Auch sie gehören offenbar zu den verhafteten Personen. Die Ermittlungen seien 2017 auf Initiative der Anti-Korruptions-Organisation TIU aufgenommen worden. Spielmanipulationen soll es vor allem bei Partien der zweitklassigen Tour-Serien ITF Futures und Challenger gegeben haben.

Orchestriert und gesteuert wurde das Betrugssystem laut Behördenangaben von einer Gruppe Armenier. Diese hatte ein europaweites Netzwerk gespannt, um die Matchabsprachen auch persönlich kontrollieren zu können und die Wetten an verschiedensten Orten platzieren zu können. Als Verbindungsmann zu den Spielern habe ein Tennisprofi agiert.

(bl/afp)