afp

Temporäre Produktionseinstellung ab Januar

17.12.2019 0:13 Uhr

Seit März 2019 herrscht für Maschinen des Typs Boeing 737 MAX ein Startverbot. Grund dafür waren zwei artgleich Flugzeugabstürze, bei denen insgesamt knapp 350 Menschen ihr Leben verloren hatten. Bei Überprüfungen wurde seitens der Behörden und des Flugzeugherstellers Boeing selbst festgestellt, dass es Mängel bei den Produktionsplänen gab. Die scheinen immer noch nicht beseitigt zu sein, weshalb sich das Unternehmen entschieden hat, die Produktion dieses Maschinentyps ab Januar 2020 vorübergehend komplett einzustellen.

Bereits in der Vergangenheit habe Boeing dargelegt, dass die Produktionspläne für den Fall eines länger andauernden Flugverbots für die 737 MAX stetig überprüft würden, teilte das Unternehmen mit. "Als Ergebnis dieser andauernden Überprüfung haben wir entschieden, der Lieferung gelagerter Flugzeuge Priorität zu geben und die Produktion der 737 ab dem kommenden Monat vorübergehend einzustellen", hieß es weiter.

Keine Entlassungen wegen Produktionsstopp

Entlassungen oder Zwangsbeurlaubungen von Mitarbeitern seien jedoch nicht geplant, betonte Boeing. Der US-Flugzeughersteller steckt nach den zwei Abstürzen in Indonesien und Äthiopien in einer tiefen Krise. Ermittler vermuten, dass die Unglücke mit einem Stabilisierungssystem zusammenhängen, das bei einem drohenden Strömungsabriss die Flugzeugnase nach unten drückt.

Wegen des von der US-Flugaufsichtsbehörde FAA verhängten Flugverbots mussten Fluggesellschaften tausende Flüge streichen und auf andere Maschinen zurückgreifen. Sie verlangen vom Flugzeugbauer deswegen Entschädigungen. Boeing stellte im Juli 5,6 Milliarden Dollar (knapp 5,1 Milliarden Euro) für solche Zahlungen zurück.

(ce/afp)

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