Symbolbild: imago images/Xinhua

Teheran soll Truppen aus dem nördlichen Syrien abziehen

1.7.2019 17:06 Uhr

Der Iran und seine Verbündeten sollen ihre Truppen in Syrien weiter weg von der Grenze zu Israel verlegt haben, so die Erkenntnisse des israelischen Geheimdienstes Mossad. Hintergrund sei das entschlossene Vorgehen Israels in Syrien. Der Mossad nehme "einen Richtungswechsel wahr", sagte Chef Jossi Cohen am Montag auf einer Sicherheitskonferenz in Herzlija bei Tel Aviv. Iran und die (libanesische Schiitenmiliz) Hisbollah "wollen nun einen Teil ihre Stützpunkte nach Nordsyrien verlegen".

Die Iraner glaubten "fälschlicherweise, dass wir ein Problem haben, dort hinzukommen. Und zur gleichen Zeit werden Stellungen und hoch entwickelte Waffen in Stützpunkten im Osten stationiert".

Israel greift syrische Ziele an

Die israelische Armee greift immer wieder Ziele in dem benachbarten Bürgerkriegsland an. Die Bombardierungen richten sich nach Einschätzung von Beobachtern gegen Kräfte, die mit dem Iran verbunden sind. Die Regierung in Teheran ist eng mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad verbündet. Sie unterstützt zahlreiche Milizen, die im Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen kämpfen.

Bei angeblichen Luftangriffen Israels nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus wurden Aktivisten zufolge in der Nacht zum Montag mindestens 15 Menschen getötet. Dies teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.

"Israel hat in den vergangenen vier Jahren offen und geheim (...) daran gearbeitet, eine weitere Etablierung von iranischen Kräften und Präzisionswaffen in Syrien zu verhindern", sagte Cohen. "Dank dieser entschlossenen Schritte glaube ich, dass die Iraner letztlich zu dem Ergebnis kommen werden, dass sich die Mühe nicht lohnt."

Der Iran erkennt Israel nicht an und betrachtet dessen Regierung als Wurzel aller Probleme in der Region. Mehrmals wurde im Iran mit der Vernichtung Israels und einem baldigen Kollaps des Judenstaates gedroht.

(an/dpa)

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