DHA

Teepflücker an der Schwarzmeerküste dringend gesucht

4.5.2020 16:30 Uhr

Tee-Erzeuger in der östlichen Schwarzmeerregion suchen dringend Teepflückerinnen und Teepflücker für die Ernte in der Region rund um Rize. In diesem Jahr wird es wegen der Krise durch das Coronavirus und Covid-19 sowie der Reisebeschränkungen in der Türkei und aus Nachbarländern schwer, den Tee abzuernten. Potenziellen Teeplantagenarbeiterinnen und Plantagenarbeitern wird ein Gehalt von 6900 türkischen Lira (knapp 890 Euro) mit allen Sozialversicherungsleistungen angeboten - rund das Dreifache des Mindestgehalts.

Kürzlich haben die Beamten die Bewegungsfreiheit von rund 100.000 Menschen wegen des Coronavirus eingeschränkt, die in Istanbul leben, aber in die Schwarzmeerprovinzen reisen möchten, um dort auf ihren Grundstücken Tee zu ernten. Darüber hinaus werden in diesem Jahr rund 40.000 ausländische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht in die Region kommen können, um Tee zu pflücken, da die Grenzen geschlossen sind. In diesen von Erntehelfermangel betroffenen Schwarzmeerregionen werden unter der Aufsicht der Distrikt-Gouverneurs spezielle "Erntekommissionen" eingerichtet, um sicherzustellen, dass die Teeernte in diesem Jahr nicht ausfällt.

Bis zu 6900 Lira Gehalt für Teepflückerinnen und Teepflücker

In der Provinz Rize arbeiten die Gemeinden, die Landwirtschaftskammern und die Erzeugerverbände unter der Koordination des Gouverneursbüros an einem Fahrplan. In Findikli bildeten die Gemeinde, die Landwirtschaftskammer, der Verband der Muhtars (Dorfvorsteher) und der Stadtrat ein Gremium, um eine Lösung für die Probleme zu finden. Mitglieder dieses Gremiums reisen in die Dörfer des Distrikts, um mindestens 2000 Arbeiterinnen und Arbeiter zu finden, die in dieser Saison den Tee ernten können. Sie bieten potenziellen Arbeitnehmern ein monatliches Gehalt von bis zu 6900 Lira, was rund 890 Euro entspricht.


"Wenn man 300 Kilogramm Tee pflückt, erhält man 4600 Lira und das Gehalt kann bis zu 6500 Lira steigen, wenn man 400 Kilogramm Tee pro Tag pflückt", erklärte Ercüment Sahin Cervatoglu, der Bürgermeister von Findikli. Zu den potenziellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zählen Studenten, die während des Ausbruchs der Pandemie in ihre Heimatstadt zurückgekehrt und derzeit arbeitslos sind oder Menschen, die aufgrund der Pandemie ihren Arbeitsplatz verloren haben.


(ce)

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