dpa

Teenager wegen Totschlags verurteilt

13.6.2019 23:22 Uhr

Da er seinen Mitschüler erwürgt hat, ist ein Teenager aus Wenden im Sauerland zu einer Jugendstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden.

Das Gericht wertete die Tat als Totschlag, wie eine Sprecherin des Landgerichts am Donnerstag nach der Urteilsverkündung sagte. Die Richter ordneten außerdem eine Unterbringung des 15-Jährigen in einem psychiatrischen Krankenhaus an.

Der Prozess war im April gestartet und hatte unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Zu den durch das Gericht festgestellten Tatumständen wollte die Gerichtssprecherin unter Verweis auf den Jugendschutz keine Angaben machen. Laut Anklage hatte der Jugendliche den Älteren aus enttäuschter Liebe in einem Streit umgebracht.

Mit bloßen Händen erwürgt

Der damals 14-jährige Deutsche hatte demnach seinen zwei Jahre älteren Mitschüler in einem Waldstück nahe der Schule mit bloßen Händen erwürgt. Der Jüngere war in den Älteren verliebt gewesen, sei aber von diesem zurückgewiesen worden, hieß es zum Motiv. Zu Prozessbeginn im April hatte der Teenager gestanden. Ob Verteidigung oder Staatsanwaltschaft Rechtsmittel gegen das Urteil einlegen wollen, ist noch nicht bekannt. Die Tat im Herbst 2018 hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst.

(gi/dpa)

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