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Tausende Menschen in Istanbul widersetzen sich Verbot von Gay-Pride-Parade

30.6.2019 20:25 Uhr

Die türkische Polizei hat in in Istanbul eine Versammlung der LGBT-Bewegung ausfgelöst, da die Aktivisten trotz eines Verbots der Gay-Pride-Parade für die Rechte von Homosexuellen demonstriert haben. Tausende Menschen versammelten sich in der Nähe der zentralen Istiklal-Straße und dem Taksimplatz, wo die Parade eigentlich stattfinden sollte, wie ein Korrespondent von AFP berichtete.

Bereits zum fünften Mal in Folge war die jährliche Gay-Pride-Parade vom Gouverneur der Stadt abgesagt worden. Die Polizei ließ jedoch Ansammlungen in Nebenstraßen zu, wo die Organisatoren der Istanbuler LGBT-Bewegung eine Erklärung verlasen. Anschließend wurde die Versammlung aufgelöst, wobei auch Tränengas zum Einsatz gekommen sein soll.

Das Polizeiaufgebot am Taksim-Platz war massiv, auch Wasserwerfer standen bereit. Die mit Regenbogenfahnen ausgestatteten Demonstranten riefen "Alle gemeinsam gegen den Faschismus" und "Wir werden nicht schweigen". Homosexualität ist in der Türkei legal, Schwule und Lesben berichten aber regelmäßig von Übergriffen und Belästigung.

(afp)