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Tausende gehen gegen Maduro auf die Straßen

6.4.2019 21:29 Uhr

Am Samstag sind tausende Guaido- und Oppositionsanhänger gegen den Präsidenten Nicolas Maduro auf die Straßen gegangen. Dabei kam es auch zu vorübergehenden Verhaftungen.

Dabei konzentrierten sich die Demonstrationen nicht nur auf die Hauptstadt Caracas. In der zweitgrößten Stadt Maracaibo im Westen des Landes seien bei der gewaltsamen Auflösung einer Demonstration zwei Abgeordnete der Opposition vorübergehend festgenommen worden, sagte die Parlamentarierin Adriana Pichardo.

Protest "brutal" unterdrückt?

Die Abgeordnete Elimar Díaz sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Protest in Maracaibo sei von Sicherheitskräften "brutal" unterdrückt worden. Dort seien Panzer eingesetzt worden. Zudem sei aus Helikoptern Tränengas auf die Demonstranten abgegeben worden.Der selbsternannte Übergangspräsident Guaidó hatte am Freitagabend zu den neuen Massenprotesten aufgerufen. Auch Maduro mobilisierte seine Anhänger und ließ am Samstag tausende Menschen in Caracas gegen den "Imperialismus" demonstrieren. Der Machtkampf zwischen Maduro und Guaido lähmt das Land schon seit Monaten. Venezuela leidet zudem unter einer beispiellosen Wirtschaftskrise mit dramatischen Versorgungsengpässen. In den vergangenen Wochen kam es wiederholt zu massiven Stromausfällen.

(be/afp)