epa/Ronald Wittek

Tatverdächtiger nach Karlsruhe gebracht

2.7.2019 12:28 Uhr

Am Dienstag wurde der Tatverdächtige im Mordfall Lübcke, Stephan E., auf das Gelände des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe gebracht. Zuvor war ein Hubschrauber mit E. auf dem Areal der Bundesanwaltschaft (GBA) gelandet. Von dort wurde der Tatverdächtige zum BGH gefahren.

Der 45-Jährige soll den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke erschossen haben. BGH-Ermittlungsrichter müssen über die Anordnung der Untersuchungshaft für E. entscheiden.

E. hat Mord an Lübcke gestanden

E. sitzt bereits aufgrund eines von der Staatsanwaltschaft Kassel erwirkten Haftbefehls in U-Haft. Nachdem die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen an sich gezogen hat, muss dieser Haftbefehl ersetzt werden durch einen vom GBA beantragten und von einem BGH-Ermittlungsrichter erlassenen Haftbefehl. Dafür ist eine Vorführung notwendig und E. muss persönlich gehört werden.

E. hatte gestanden, Lübcke Anfang Juni getötet zu haben. Der 45-Jährige ist mehrfach vorbestraft und war in früheren Jahren durch Kontakte in die rechtsextreme Szene aufgefallen. Der Kasseler Regierungspräsident war Anfang Juni neben seinem Haus erschossen worden. Der CDU-Politiker war in der Vergangenheit wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden.

(an/dpa)