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Tarifstreit in der Chemie beendet

22.11.2019 16:42 Uhr

Was lange währt, wird endlich gut. Das gilt auch für die Tarifgespräche in der Chemiebranche. Dort haben sich die Gewerkschaften und die Verbände der Arbeitgeber auf ein Lohnplus einigen können, dass den Beschäftigen 1,5 und 1.3 Prozent mehr an Entlohnung bringen wird.

Rund 580.000 Beschäftigte in der deutschen Chemie- und Pharmabranche bekommen mehr Geld. Die Gewerkschaft IG BCE und der Arbeitgeberverband BAVC einigten sich bei ihren Tarifgesprächen am Freitag auf ein Lohnplus von 1,5 Prozent ab Juli 2020. Ab Juli 2021 sollen die Bezüge um weitere 1,3 Prozent steigen, wie beide Seiten in Wiesbaden mitteilten.

Längste Tarifvertragslaufzeit seit 1987

Zudem wurde unter anderem ein Zukunftskonto vereinbart. Dieses gibt Arbeitnehmern Flexibilität, indem sie zusätzliche freie Tage nehmen oder Arbeitszeit länger ansparen können. Die IG BCE setzte sich auch mit einer vom Arbeitgeber finanzierten Pflegezusatzversicherung durch, die laut der Gewerkschaft ab Juli 2021 greift. Die Laufzeit variiere je nach Region und gehe bis zu 29 Monate.

Der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) betonte, das Abkommen gebe Betrieben Planungssicherheit. Er sprach von der längsten Laufzeit seit 1987 und verwies auf Leermonate für 2019.

(ce/dpa)

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