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Türkisches Außenministerium: Russland und Iran müssen Angriffe des Assad-Regimes unterbinden

17.6.2019 17:02 Uhr

Die Aufgabe, Angriffe des syrischen Regimes zu stoppen, obliegt Russland und dem Iran als Garantiestaaten für den Frieden, teilte der türkische Außenminister am 16. Juni mit. Das Ganze geschah Stunden nach einem Angriff auf einen türkischen Beobachtungsposten im Nordwesten Syriens, für den die Türkei das Assad-Regime verantwortlich macht.

In den frühen Morgenstunden des 16. Juni wurde ein türkischer Beobachtungsposten in Idlib angegriffen. Der Angriff sorgte für Materialschäden, ohne dass Menschenleben zu beklagen gewesen wären. Die Attacke wurde laut Verteidigungsministerium der Türkei mit schweren Waffen beantwortet. "Die Türkei wird die Belästigung ihrer Soldaten durch das syrische Regime nicht tolerieren", sagte Mevlüt Cavusoglu bei einer Eröffnungszeremonie eines Außenministeriumspostens in Hatay, einer südtürkischen Provinz an der Grenze zu Syrien. Er betonte, dass die Türkei "ihnen ihren Platz zeigen wird".

Am 15. Juni verstärkte das türkische Militär einen weiteren Beobachtungsposten in Idlib bei Zawiya, der in der vergangenen Woche beschossen wurde, wodurch drei türkische Soldaten verletzt wurden. Obwohl sich die Türkei und Russland darauf geeinigt haben, die Aggression zu stoppen und Idlib in eine Deeskalationszone zu verwandeln, soll nach Sichtweise des türkischen Verteidigungsministeriums das syrische Regime den Waffenstillstand konsequent verletzt und häufige Angriffe innerhalb der Deeskalationszone gestartet haben.

Problem mit dem S-400-Verteidigungssystem

In Bezug auf den Kauf der russischen Raketenabwehrsysteme S-400 wiederholte Cavusoglu, dass die Türkei keinerlei US-Auflagen akzeptieren werde. Washington behauptet, dass der Kauf die Rolle der Türkei im F-35-Kampfflugzeugprogramm gefährden wird und hat Sanktionen angedroht. Die Türkei ihrerseits betonte stets, dass es keinen Konflikt zwischen der S-400-Installation und der F-35-Programme gibt und forderte eine Arbeitsgruppe zur Klärung des Problems. Ankara wird den ersten Teil des S-400-Deals laut eigener Aussage bereits im nächsten Monat in Empfang nehmen.

In der vergangenen Woche erklärte Cavusoglu, dass die NATO nur 30 Prozent des türkischen Luftraums schützen könne: "Dieser Schutz ist sicherlich eine nationale Angelegenheit."

(Hürriyet.de)

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