imago images / imagebroker

Türkische Zentralbank erhöht die Anforderungen an die Währungsreserven

27.5.2019 14:11 Uhr

Um der türkischen Lira auftrieb zu geben, hat die türkische Zentralbank ihre Anforderungen für Geldanlagen in Fremdwährungen verschärft. Dafür gab der Dollar um 0,4 Prozent nach und kostete demnach 6,0543 Lira.

Die Notenbank hob den Angaben zufolge die Mindestreserve-Anforderung für Sicherheiten, die Geschäftsbanken für Devisen-Guthaben hinterlegen müssen, um zwei Prozentpunkte an. Dies entziehe dem türkischen Geldmarkt Fremdwährungen im Volumen von 4,2 Milliarden Dollar. Damit sollten die Geschäftsbanken dazu ermuntert werden, ihren Kunden Geldanlagen in Lira zu empfehlen, sagte ein Börsianer.

Kampf gegen Spekulanten

Die Maßnahmen würden dem Markt Liquidität in Höhe von rund 4,2 Milliarden US-Dollar entziehen, hieß es. Die Daten der vergangenen Woche zeigten, dass die türkischen Netto-Währungsreserven auf den niedrigsten Stand seit Oktober gefallen sind, da die Zentralbank weiterhin versucht, die Lira zu stützen.

Die Regierung in Ankara versucht seit längerem, der Spekulation gegen ihre Währung einen Riegel vorzuschieben. Unter anderem ordnete die Bankenaufsicht an, dass Devisenkäufe ab einem Volumen von 100.000 Dollar erst mit Verzögerung von einem Tag abgerechnet werden.

(Hürriyet Daily News)