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Türkische Kürbisrezepte für die kalte Jahreszeit

21.11.2019 17:42 Uhr

Früher galt der leicht zu züchtende Kürbis als Arme-Leute-Essen. Heute wird er als Superfood gehandelt.

Die vielleicht größte Beere der Welt – ja, richtig gelesen, der Kürbis zählt zu den Beerengewächsen – enthält viele Vitamine und Mineralstoffe. So zum Beispiel jede Menge Beta-Karotin, die Vitamine C und E sowie wichtige Spurenelemente wie Kalium, Magnesium und Zink. Mit Genuss und ohne große Bedenken kann das Fruchtfleisch des Speisekürbis gegessen werden, denn 100 Gramm enthalten gerade einmal 25 Kalorien.

Kalorienarme Kürbissuppe

Weltweit ist die Kürbissuppe zu Halloween meist die erste Wahl für die Verarbeitung des Kürbisfleischs. Es gibt verschiedene Varianten, viele beinhalten Sahne oder Kokosmilch, die dem Gericht dann doch etwas mehr Kalorien geben. In der Türkei wird die Kürbissuppe traditionell fettarm zubereitet. Neben dem Kürbis werden eine Kartoffel, eine Zwiebel und eine Handvoll roter Linsen verarbeitet. Wasser oder Gemüsebrühe lockern die Konsistenz. Kardamom, Fenchel, Kreuzkümmel und schwarzer Pfeffer runden den Geschmack ab.

Da geht noch mehr

Das traditionelle Reisgericht Pilav schmeckt auch mit Kürbisfleisch. In dieser Version kommt es ursprünglich aus der Schwarzmeer-Region. Für die Zubereitung werden zwei Tassen Reis eine Stunde lang in warmem, gesalzenem Wasser gelassen. Währenddessen werden zwei Scheiben Kürbisfleisch gewürfelt und bei geringer Hitze 15 Minuten lang in Wasser gekocht. Der Reis kommt schließlich für zehn Minuten in geschmolzene Butter. Das Kürbisfleisch, zwei Tassen heißes Wasser und Salz werden hinzugefügt. Die Masse kocht bei geringer Hitze bis der Reis das Wasser absorbiert hat.

Das Rezept für den gefüllten Kürbis stammt aus dem Osmanischen Reich. Es wird auch zubereitet, um das Ramadan-Fasten zu beenden. Für die Füllung werden Pistazien, Zwiebeln, Reis und Hackfleisch verwendet. Frei nach Gusto kann zu Gewürzen gegriffen werden.

Für den süßen Gaumen

Der Kürbispudding braucht einige Vorbereitungszeit. So wird das Kürbisfleisch am Vortag gewürfelt und gezuckert im Kochtopf in den Kühlschrank gestellt. Am nächsten Tag wird es weichgekocht. Währenddessen kann die Vanillesauce zubereitet werden. In Gläsern angerichtet, wird der Pudding in Vanillesauce mit Walnüssen getoppt.

Besonders traditionell ist Kabak Tatlisi, ebenfalls ein Dessert. Auch hierfür ruhen Kürbisspalten über Nacht gezuckert im Kühlschrank, am besten in einer Box mit Deckel. Mitsamt dem entstandenen Zuckerwasser werden sie am nächsten Tag kurz gekocht, bis sie innen weich sind, im Anschluss mundgerecht gewürfelt und in Gläsern angerichtet. Nach Geschmack können sie mit Karamellsirup und Nüssen, Kokosflocken oder Vanilleeis getoppt werden.

(jk)

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