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Türkische Fußball-Legende Can Bartu verstorben

12.4.2019 15:06 Uhr, von Anil P. Polat

Das türkische Fußball-Idol Can Bartu ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Zu Ehren der Fenerbahce-Ikone soll am Wochenende im Rahmen des 28. Spieltages der Spor Toto Süper Lig vor jeder Partie eine Schweigeminute eingelegt werden. Das Bestattungsgebet für den früheren Nationalspieler der Türkei wird am Samstag in der Marmara Ilahiyat Moschee stattfinden.

Can Bartu war eine der herausragenden Persönlichkeiten der türkischen Sport- und Fußballgeschichte. Bartu wurde am 30. Januar 1936 in Istanbul geboren. Zwischen 1956 – 1961 spielte der Angreifer erstmals für den Istanbuler Traditionsklub Fenerbahce, wo Bartu zu einer der größten Vereinslegenden neben Lefter Kücükandonyadis avancierte.

Der „Sinyor“ sagt addio

Am Ende der Saison 1960/61 wechselte Bartu nach Italien in die Serie A und schloss sich dem AC Florenz (1961-1964) an, wo einst auch Kücükandonyadis (1951/52) spielte. Die Saison 1962/63 verbrachte Bartu auf Leihbasis beim AC Venezia. Dann verschlug es den Stürmer für drei Jahre in die italienische Hauptstadt. Dort war er zwischen 1964 – 1967 für Lazio Rom aktiv, bevor er in die Türkei zu seinem „Herzensverein“ Fenerbahce (1967 – 1970) zurückkehrte und auch seine Karriere beendete. Aufgrund seines langen Aufenthalts in der Serie A trug Bartu in der Türkei bis zu seinem Tod den Spitznamen „Sinyor“.

Bartu bis heute eine Ausnahme

In insgesamt 326 Spielen für Fenerbahce erzielte der Offensivmann beachtliche 162 Treffer. Aber noch beeindruckter ist, dass Bartu der bis heute erste und einzige Profi-Sportler der Türkei ist, der gleichzeitig sowohl für die türkische Fußball- als auch die Basketball-Nationalmannschaft spielte. Eine gerne erzählte Geschichte ist, wie Bartu am selben Tag zunächst im Basketball-Derby gegen Galatasaray 28 Punkte erzielte und später am Abend im Fußball-Spiel für Fenerbahce ein Tor schoss.

Das Fenerbahce Samandira-Trainingsgelände trägt seit einigen Jahren Bartus Namen. Bis zu seinem Tod am 11. April 2019 war Bartu nach seiner aktiven Laufbahn als Sportler lange Zeit als Sportjournalist tätig. Fenerbahce-Präsident Ali Koc erklärte, dass er erst vor wenigen Tagen mit Bartu gesprochen habe und dieser vorhatte, das Derby am Sonntag zwischen Fenerbahce und Galatasaray im Ülker-Stadion zu besuchen. Viele prominente Namen und Vereine, unter ihnen auch die großen Istanbuler Rivalen Besiktas und Fenerbahce, zeigten ihre Anteilnahme.

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