Hürriyet

Türkische Biene versetzt britische Behörden in Alarmbereitschaft

1.8.2019 13:30 Uhr

Als eine britische Familie aus Versehen eine Biene aus dem Türkei-Urlaub mitbrachte, wurden die britischen Behörden auf den Plan gerufen. Sollte es ihnen gelingen, die Biene zu fangen, soll diese sofort unschädlich gemacht werden.

Der Grund: bei der Biene handelt es sich um die Gattung der osmia avosetta, die von den Briten als eine Bedrohung für das eigene Ökosystem eingestuft wird, so das Ministerium für Umwelt, Ernährung und Angelegenheiten des ländlichen Raums (DEFRA). Bei der osmia avosetta handelt es sich um eine Bienenart, die nur in der Türkei und dem Iran vorkommt.

Biene nicht auffindbar

Die Familie aus Bristol kehrte letzte Woche aus ihrem Urlaub in der türkischen Küstenstadt Dalaman in der Provinz Mugla zurück und bemerkte die Biene, die seitdem in und um ihr Haus herumschwirrte. Nachdem Ashley Toy (49) und ihre Tochter Amelia (19) die Biene entdeckten, setzten sie sich mit den Behörden in Verbindung. Doch mittlerweile sei die Biene verschwunden, so Toy.

Übertriebene Vorsicht?

Obwohl die DEFRA die Biene als potenzielles Risiko für das Insel-Ökosystem sieht, gibt es widersprüchliche Meinungen. So erklärte der renommierte Bienen-Experte Tim Lovett, dass es äußerst unwahrscheinlich sei, dass die einzelne Biene ein Problem darstellen könne. Vor allem sei die Wahrscheinlichkeit äußerst gering, dass es zu einer Kreuzung mit nativen Bienenarten kommen könne, so Lovett. "Um eine wirkliche Gefahr darzustellen, müsste die Biene einen Stock errichten und anfangen, sich zu vermehren. Solange es aber keinen Partner "mitgebracht" hat, liegt die Chance darauf so gut wie bei Null", sagte der ehemalige Präsident der britischen Bienenzüchtervereinigung der Zeitung "The Telegraph".

"Es ist verständlich, dass die Defra etwas gegen das mögliche Risiko unternehmen möchte. Aber ich glaube nicht, dass in diesem Fall etwas passieren wird.

(be)

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