Symbolbild: imago images / Sebastian Backhaus

Türkei will sieben deutschstämmige IS-Kämpfer abschieben

11.11.2019 9:37 Uhr

Wie das türkische Innenministerium am Montag verkündete, sollen am Donnerstag sechs türkischstämmige IS-Kämpfer aus der türkischen Gefangenschaft nach Deutschland abgeschoben werden. Ein Gefangener soll bereits am Montag abgeschoben werden.

Ihre Ausreiseformalitäten seien in Rückführungszentren abgeschlossen worden, sagte der Sprecher des türkischen Innenministeriums, Ismail Catakli, laut türkischer Nachrichtenagentur Anadolu am Montag. "Sie werden am 14. November abgeschoben." Ein amerikanischer IS-Kämpfer sei bereits abgeschoben worden.

Nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sitzen derzeit 1149 Anhänger des IS in türkischen Gefängnissen. Davon seien 737 ausländische Staatsbürger.

Der Kommunikationsdirektor Erdogans, Fahrettin Altun, hatte der "Stuttgarter Zeitung" gesagt, die Türkei wolle auch 20 deutsche IS-Anhänger abschieben.

Mehrere europäische Staaten haben es bisher abgelehnt, IS-Anhänger zurückzuholen, die die von der Kurdenmiliz YPG angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) in Nordsyrien gefangen genommen hatten.

Aktualisiert: 11.11.2019, 10:08 Uhr

(be/afp/dpa)

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